01.04.2014
Neurodermitis, Ekzem

Allgemeines

Etwa ein Drittel aller Hauterkrankungen sind Ausschläge (Ekzeme), die auf unterschiedliche Auslöser zurückzuführen sind. Ein Ekzem unterscheidet sich von einer Neurodermitis unter anderem durch die Ursache. Ekzeme werden meist durch äußere (exogene) Faktoren hervorgerufen (Kontaktekzem), eine Neurodermitis eher durch innere (endogene), also aus dem Körper stammende Auslöser. Die Neurodermitis wird deshalb auch endogenes oder atopisches (das heißt, abnorm oder ungewöhnlich reagierendes) Ekzem genannt.

Ein Ekzem ist ein entzündlicher Hautausschlag, der verschiedene Ursachen haben kann. Fast alle Ekzeme sind mit quälendem Juckreiz verbunden. Es kann in jedem Lebensalter auftreten und ohne vorherige Warnzeichen von einem Tag auf den anderen entstehen. So kann es zum Beispiel sein, dass eine bestimmte Substanz jahrelang keine Probleme macht und dann plötzlich nicht mehr vertragen wird. Die Haut reagiert mit einer Entzündung, und es entsteht ein Kontaktekzem oder eine Kontaktdermatitis. Wie lange es dauert, bis eine solche Sensibilisierung in Gang gesetzt wird, hängt davon ab, wie stark oder schwach das Allergen oder die Substanz (Noxe) ist.

Reagiert die Haut empfindlich auf eine bestimmte Substanz, spricht man von einem toxischen Kontaktekzem; ist der auslösende Stoff ein Allergen, wird die Hautreaktion als allergisches Kontaktekzem bezeichnet. Beide fallen auch unter den medizinischen Oberbegriff Kontaktdermatitis (Dermatitis = Hautentzündung). Näheres zum allergischen Kontaktekzem erfahren Sie unter "Allergische Hauterkrankungen".

Eine Neurodermitis beginnt meist im Säuglings- oder Kleinkindalter und verläuft schubweise. Oft bessert sich der Ausschlag vorübergehend, um dann plötzlich wieder heftig "aufzublühen". Bei mehr als der Hälfte der Babys verschwindet die Erkrankung innerhalb weniger Jahre wieder, bei weiteren 20 Prozent vor der Pubertät. Dass sie sich erst bei Jugendlichen oder Erwachsenen ausbildet oder bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt, kommt zunehmend häufiger vor.

Neurodermitis hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Etwa 10 bis 15 Prozent der Kinder und 2,5 bis 3,5 Prozent der Erwachsenen sind davon betroffen.

Bei Kindern

In den ersten drei Lebensmonaten kann bei Säuglingen ein seborrhoisches Ekzem (Gneis) auftreten, das kaum juckt und überwiegend auf den Kopf des Kindes begrenzt bleibt.

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