15.05.2013
Gicht

Anzeichen und Beschwerden

Der Grenzwert für die Menge an Harnsäure im Blut wird für Frauen mit 6,2 mg/dl (6,2 Milligramm pro 100 Milliliter), für Männer mit 7,4 mg/dl angegeben. Erhöhte Harnsäurewerte (Hyperurikämie) bereiten nicht unbedingt Beschwerden. Manchmal wird bei einer Blutuntersuchung der erhöhte Harnsäurespiegel zufällig festgestellt.

Ab einer bestimmten Harnsäurekonzentration wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Gicht als Krankheit zeigt und sich ein akuter Gichtanfall ereignet. Die erste Attacke tritt typischerweise nachts oder frühmorgens auf. Innerhalb weniger Stunden schwillt das Grundgelenk eines großen Zehs, des Daumens oder – seltener – ein Sprunggelenk an. Die Haut darüber wird rot und heiß. Das Gelenk schmerzt unerträglich. Auch andere Gelenke können gerötet, geschwollen und heiß sein. Fieber kann hinzukommen. Ohne Behandlung dauert es einige Tage bis Wochen, bis sich das wieder normalisiert.

Bis etwa 8,5 Milligramm Harnsäure pro Deziliter Blut ist keine medikamentöse Behandlung notwendig, solange keine Beschwerden bestehen. Es sollte aber versucht werden, die Harnsäurewerte durch eine entsprechend gestaltete Ernährung zu normalisieren.

Wenn die Harnsäurekonzentration im Blut über 8,5 mg/dl steigt oder wenn bei einem Harnsäurewert von mehr als 7 mg/dl Gelenkbeschwerden bestehen, sollte behandelt werden. Geschieht das nicht, kann die Gicht chronisch werden. Die Schmerzattacken können dann in kürzeren Abständen auftreten, die Gelenke unbeweglich werden und sich verformen. Darüber hinaus können Nierenfunktionsstörungen und Nierensteine auftreten.

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Von Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

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