Allgemeines
Viele alte Menschen sehen schlecht, ohne dass eine Brille dem abhelfen kann. Der häufigste Grund für diese eingeschränkte Sehfähigkeit ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Bei dieser Erkrankung ist die Netzhaut am Punkt des schärfsten Sehens, der Makula, geschädigt. Schäden an der Makula können aber auch bei jüngeren Personen auftreten, etwa infolge eines Makulaödems. Dieses kann beispielsweise auf der Stoffwechselerkrankung Diabetes beruhen (diabetisches Makulaödem) oder auf einem Verschluss der Netzhautvenen.
Altersbedingte Makuladegeneration
Diese Augenerkrankung tritt mit dem Alter immer häufiger auf. Bei den Unter-65-Jährigen haben vielleicht 2 von 1 000 eine Makuladegeneration. Bei den Über-85-Jährigen sind es 13 bis 19 von 100. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Es werden eine trockene und eine feuchte Form der Makuladegeneration unterschieden. Bei den meisten Menschen liegt die trockene Form vor. Sie entwickelt sich schleichend und verschlimmert sich nur langsam. Manche Formen der trockenen AMD können in eine feuchte Form übergehen.
Um die feuchte Form handelt es sich bei bis zu 15 von 100 AMD-Betroffenen. Sie kann sich mitunter innerhalb weniger Tage oder Wochen verschlimmern.
Diabetisches Makulaödem
Eine der Folgen von anhaltend schlecht eingestelltem Diabetes sind Durchblutungsstörungen. Sie betreffen auch die Augen. Ist die Durchblutung der Gefäße um die Makula herum erheblich gestört, entwickelt sich eine Erkrankung, bei der sich in diesem Bereich Flüssigkeit ansammelt (Makulaödem). In dessen Folge verschlechtert sich die Sehfähigkeit. Das kann bis zur Erblindung fortschreiten.
Makulaödem beim Verschluss von Netzhautvenen
Wie die Venen in anderen Körperregionen können auch die der Augen von einer Thrombose betroffen sein. Dabei hat sich in den Gefäßen, die das "verbrauchte", sauerstoffarme Blut zum Herzen zurücktransportieren, ein Gerinnsel (Thrombus) gebildet. Dieses beeinträchtigt die Durchblutung in diesem Bereich. Wie sehr sich das auf die Sehfähigkeit auswirkt, hängt davon ab, wie gut die Sehfähigkeit vorher war und wie stark die Durchblutung gestört ist.
