Vorbeugung
Der Körper benötigt nur winzige Mengen Jod. Diese nimmt er mit der Nahrung auf, wenn Lebensmittel und Getränke genügend Jod enthalten. Das Gestein, durch das das Regenwasser sickert und zum Grundwasser wird, das in Deutschland als Trinkwasser dient, enthält jedoch nur wenig Jodsalze. Und die Böden, auf denen hierzulande Gemüse, Getreide und Futterpflanzen wachsen, sind jodarm. Nahrungsmittel von Tieren, die jodarmes Futter fressen, sind ebenfalls arm an Jod. Dem begegnet man inzwischen, indem zunehmend mehr mit Jod angereichertes Futter verwendet wird. Dadurch ist der Jodgehalt in Milch- und Milchprodukten sowie in Fleisch und Fleischwaren gestiegen. Dennoch erreichen nicht alle Erwachsenen mit diesen Lebensmitteln sicher die durchschnittlich empfohlene Tagesmenge an Jod von 200 Mikrogramm (μg) – das sind 0,2 Milligramm (mg) – da sie von den jodreichen Nahrungsmitteln nicht so viel essen wie es wünschenswert wäre. Besser wäre es, sie würden ihren Speiseplan umstellen und mehr Meeresfische wie Seelachs, Kabeljau und Makrele, außerdem Milch, Milchprodukte sowie jodhaltige Mineralwässer zu sich nehmen. Zum Salzen selbst zubereiteter Speisen empfiehlt sich mit Jod angereichertes Kochsalz. Jodiertes Speisesalz (Jodsalz) enthält 2 Milligramm Jod in 100 Gramm Salz.
Fertigprodukte wie Brot und Backwaren, die mit Jodsalz hergestellt wurden, tragen ebenfalls zur Jodversorgung bei. Auch in Kantinen und Restaurants kann Jodsalz verwendet werden. Durch die Kombination dieser verschiedenen Elemente kann es dem Großteil der Menschen in Deutschland gelingen, annähernd die durchschnittlich empfohlene Menge Jod aufzunehmen.
Für schwangere und stillende Frauen genügt eine bewusst jodhaltige Ernährung oft nicht, um den in dieser Zeit erhöhten Jodbedarf (Schwangere 230 Mikrogramm, Stillende 260 Mikrogramm) zu decken. Daher wird Frauen empfohlen, in dieser Zeit Jodidtabletten einzunehmen. Die Dosis richtet sich nach ihren Ernährungsgewohnheiten und liegt bei täglich 100 bis 200 Mikrogramm Jodid.
Informationen zum Thema Jodallergie finden Sie unter "Allergisch gegen Jod?".
