Ursachen
Jeder Mensch hat eine Art "innere Waage", die das Gewicht um einen individuellen Normalwert hält. Eine begrenzte Zeit reichlicher Kalorienzufuhr verändert die Körperformen also nicht dauerhaft. Wer allerdings lange Zeit über seinen Sättigungspunkt hinaus mehr isst, als er verbraucht, verstellt seinen Normalwert und nimmt an Gewicht zu
Das Gewicht steigt immer dann an, wenn mit der Ernährung mehr Energie zugeführt wird, als der Körper verbraucht. Meist macht das Fett den Hauptanteil dieser Energie aus, denn in der durchschnittlichen Kost der Bundesbürger stellt der Fettanteil fast 40 Prozent der Gesamtkalorien. Bei Männern kommen noch einmal fast 5 und bei Frauen gut 3 Prozent Kalorien aus dem Konsum von Alkohol hinzu.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Figur, weil der Fettanteil des Körpers zu- und der der Muskelmasse abnimmt. Dieser altersabhängige Vorgang lässt sich durch Gewichtsabnahme nicht beeinflussen, wohl aber durch regelmäßige Bewegung. Da der Energiebedarf mit dem Alter langsam zurückgeht, steigt das Gewicht an, wenn nicht gleichzeitig weniger oder kalorienärmer gegessen wird.
Wassereinlagerungen im Gewebe und Hormonstörungen, z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen, sind nur selten die Ursache für zunehmenden Körperumfang. Dann ist eine Gewichtszunahme das Symptom ernsthafter Krankheiten. Diese rufen jedoch Beschwerden hervor und würden so auf sich aufmerksam machen und die Betroffenen zum Arzt führen.
Bei einer Reihe von Medikamenten kann die Einnahme über längere Zeit mit einer Gewichtszunahme einhergehen. Zu ihnen gehören unter anderem die Pille zur Empfängnisverhütung, Gestagene (bei Zyklusstörungen, Endometriose), kortisonhaltige Mittel bei Entzündungen, bestimmte Neuroleptika zur Behandlung von Schizophrenien und anderen Psychosen, einige Mittel bei Depressionen, bestimmte Medikamente zur Behandlung von Epilepsien und einige blutdruck- und blutzuckersenkende Mittel, inklusive Insulin.
