Allgemeines
28 von 100 Menschen in Deutschland sind Raucher. Die Mehrzahl von ihnen ist abhängig. Von diesen Rauchern greifen 97 Prozent zu Zigaretten; Zigarren- und Pfeifenraucher sind die Ausnahme. Gesundheitsgefährdend sind aber alle Arten von Tabakkonsum. Auch das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha, Hubble-Bubble) und das Schnupfen und Lutschen von Tabak sind davon nicht ausgenommen. Detaillierte Untersuchungen zu allen Aspekten liegen zwar noch nicht vor, doch muss man davon ausgehen, dass alle Anwendungsarten von Tabak ähnliche Gesundheits- und Suchtgefahren bergen wie das Zigarettenrauchen.
Eine Zeit lang wurden die Gefahren des Rauchens vornehmlich dem Hauptinhaltsstoff des Tabaks, dem Nikotin, angelastet. Dieses belastet jedoch nur das Herz-Kreislauf-System unmittelbar. Die anderen schädlichen Auswirkungen kommen durch jene etwa 4 000 Substanzen zustande, die beim Verbrennen einer Zigarette entstehen. Für eine Reihe dieser Chemikalien im Tabakrauch ist eine krebserregende Wirkung nachgewiesen. Diese Substanzen sind sowohl in dem Rauch enthalten, der inhaliert wird, als auch in jenem, der in die Luft entweicht und auch von anderen eingeatmet wird (Passivrauchen).
Rauchen gilt als wichtigste Einzelursache für unterschiedliche Krankheiten.
Rauchen während der Schwangerschaft beeinträchtigt die körperliche Entwicklung und die Gesundheit des Kindes.
Wer in Gegenwart anderer Menschen raucht, gefährdet mit dem Rauch nicht nur seine, sondern auch die Gesundheit der anderen. Passivrauchen ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten. Ganz besonders die Gesundheit von Kindern leidet, wenn sie anhaltend Zigarettenrauch ausgesetzt sind.
Mit dem Rauchen aufzuhören, ist in jeder Phase des Lebens sinnvoll. Je früher es geschieht, desto geringer fällt die lebensverkürzende Wirkung des Rauchens ins Gewicht.
