15.05.2012
Schmerzen

Ursachen

Praktisch alle Krankheiten, Verletzungen und Entzündungen können mit Schmerzen verbunden sein.

Die Ursachen gelegentlicher Kopfschmerzen lassen sich in der Regel leicht ausmachen: eine feuchtfröhliche Feier, fehlender Schlaf, die Begleiterscheinung einer Erkältung. Doch es gibt noch viele andere Ursachen für Kopfschmerzen. Sie reichen von einer Überanstrengung der Augen über eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung bis hin zur Hirnhautentzündung und zu Gehirntumoren. Kopfschmerzen gehören zudem zu den unerwünschten Wirkungen einiger Arzneimittel. Die verschiedenen Ursachen kann aber nur der Arzt voneinander abgrenzen.

Spannungskopfschmerzen: Bis vor einiger Zeit ging man davon aus, dass die Stirn- und Nackenmuskeln stressbedingt verspannt seien und den Kopfschmerz auslösen. Das ließ sich aber nicht bestätigen. Derzeit nimmt man an, dass die Funktion jener Gehirngebiete gestört ist, in der die Schmerzempfindung verarbeitet wird. Dadurch sinkt die Schmerzschwelle, und Schmerzen werden schneller und leichter wahrgenommen.

Schmerzmittelkopfschmerzen: Solche Schmerzen entstehen nur, wenn oft und reichlich Schmerzmittel eingenommen werden. Dabei ist es egal, ob es sich um rezeptfreie oder rezeptpflichtige Schmerzmittel mit einem Wirkstoff handelt oder um Kombinationsmittel. Als Grenze für eine Schmerzmitteleinnahme gelten höchstens zehn Tage im Monat. Gefährdet für einen Mehrgebrauch sind vor allem Menschen mit Spannungskopfschmerzen und Migräne.

Bei empfindlichen Zähnen ist der Zahnnerv irritiert, aber nicht krank oder geschädigt. Meist legt sich das binnen Kurzem von selbst wieder. Die Ursache "richtiger" Zahnschmerzen sind fast immer Karies und ihre Folgen. Auch eine Parodontitis kann an den Zähnen Schmerzen hervorrufen. Hierbei bilden sich um die Zähne herum Zahnfleischtaschen. Das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat sind entzündet. Zudem gehen das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurück und die Zahnhälse liegen frei. Auch nach Zahnbehandlungen können Schmerzen noch eine Zeit lang fortbestehen.

Bei Frauen mit Regelschmerzen produziert das Gewebe der Gebärmutter reichlich Prostaglandine (Gewebehormone). Dadurch kommt es zu häufigen, starken und schmerzhaften Krämpfen der Gebärmuttermuskulatur. Wie stark diese sind und wie sehr sie die Frau beeinträchtigen, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Unter anderem ist es möglich, dass das seelische Befinden die Prostaglandinproduktion beeinflusst. Konflikte in der Partnerschaft, Störungen im Sexualleben, ein unerfüllter Kinderwunsch, Probleme mit dem Frausein – all das kann sich auswirken. Eine Endometriose, bei der außerhalb der Gebärmutter Gebärmutterschleimhautzellen wachsen, Zysten an den Eierstöcken und Myome in der Gebärmutter können die Blutungen zum Teil erheblich verstärken und schmerzhafter machen. Auch eine zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingelegte "Spirale" kann derartige Begleiteffekte haben.

Näheres zu den Ursachen von Gelenkschmerzen lesen Sie unter "Arthrose, Gelenkbeschwerden", zu den Ursachen von Rückenschmerzen unter "Kreuz- und Rückenbeschwerden, Verspannungen".

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