Anzeichen und Beschwerden
Auf welche Weise Schmerzen empfunden werden, lässt sich anderen Menschen schlecht vermitteln. Man versucht es, indem man beschreibt, wie sich der Schmerz anfühlt: pochend, klopfend, drückend, brennend, stechend, bohrend. Die Art der Schmerzqualität kann dem Fachmann bereits etwas über die Ursachen sagen.
Nach ihrer Stärke werden Schmerzen in leicht, mäßig stark, stark und sehr stark unterteilt.
Drei spezielle Formen von Kopfschmerzen müssen von gewöhnlichen Kopfschmerzen abgegrenzt werden:
- Spannungskopfschmerzen. Diese Schmerzen werden als dumpf, drückend und beengend beschrieben. Sie sind leicht bis mittelstark und erfassen den gesamten Kopf. Spannungskopfschmerzen dauern Stunden bis Tage an und treten oft mehrmals im Monat auf.
- Schmerzmittelkopfschmerzen. Diese sind das Ergebnis einer zu häufigen Einnahme von Schmerzmitteln. Als "zu häufig" gilt es, wenn an mehr als zehn Tagen im Monat Kopfschmerzmittel eingenommen werden. Der Schmerz kann alle Schattierungen zwischen leicht und sehr stark umfassen und wird als dumpf, drückend und stechend empfunden. Die Schmerzen sitzen im gesamten Kopf, beginnen meist morgens, halten lange an und treten nahezu täglich auf. Werden die Medikamente abgesetzt, verstärken sich die Kopfschmerzen.
- Migräne. Näheres zu dieser Schmerzkrankheit finden Sie im Kapitel "Nervensystem".
Bei Zahnschmerzen zieht es in den Zähnen. Sie sind empfindlich gegenüber Kälte, Wärme, Saurem und Süßem und können schmerzhaft auf den Kaudruck reagieren. Stärkere Zahnschmerzen können bis unter die Augen und zu den Ohren hin ausstrahlen. Auch Schluckbeschwerden können auftreten. Die Wange auf der Seite des betroffenen Zahnes kann anschwellen.
Schmerzen im Zusammenhang mit der Menstruation können sich als ziehende Rücken- und Bauchschmerzen, teilweise sogar Bauchkrämpfe, bemerkbar machen (Dysmenorrhö). Bei manchen Frauen kommen Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall hinzu.
Näheres zu "Anzeichen und Beschwerden" von Gelenkschmerzen lesen Sie unter "Arthrose, Gelenkbeschwerden", zu Rückenschmerzen unter "Kreuz- und Rückenbeschwerden, Verspannungen".
Bei Kindern
Kleine Kinder zeigen Schmerzen oft dadurch, dass sie weinen, unruhig und nicht zu beruhigen sind oder nichts mehr essen mögen. Schmerzen sind für sie schlecht zu lokalisieren, und weil für sie der Bauch im Mittelpunkt des Empfindens steht, nennen sie vieles einfach Bauchweh.
