Allgemeine Maßnahmen
Bei Kopfschmerzen tut es gut, sich in einem abgedunkelten, von Geräuschen abgeschirmten Raum, hinzulegen. Manche Menschen fühlen Erleichterung, wenn sie sich eine Eispackung oder Kaltwasserumschläge auf die Stirn legen. Auch das Einreiben der Schläfen mit Franzbranntwein oder Pfefferminzöl kann helfen; bei manchen erübrigt sich dann sogar eine Tabletteneinnahme.
Bei Zahnschmerzen muss der Zahnarzt eingreifen. Bis dahin können für kurze Zeit kalte Umschläge hilfreich sein. Regelschmerzen lassen sich mit Wärme lindern: ein warmes Bad, eine Wärmflasche, ein warmer Wickel.
Was Sie bei Gelenkschmerzen tun können, lesen Sie unter "Arthrose, Gelenkbeschwerden", was bei Rückenschmerzen unter "Kreuz- und Rückenbeschwerden, Verspannungen".
Bei chronischen Schmerzen ist es ratsam, ein Schmerztagebuch zu führen. Darin wird festgehalten: Wann sind Schmerzen aufgetreten? Wie lange hielten sie an? Wie schwer waren sie? Welche Medikamente wurden eingenommen? In welcher Dosierung? Wie war die Wirkung? Welche Begleitumstände werden als Schmerzauslöser vermutet? Mithilfe dieses Tagebuchs lässt sich beurteilen, ob die gewählte Behandlung das Schmerzgeschehen positiv beeinflussen kann.
Schwere und anhaltende Schmerzen führen oft zu Schlaflosigkeit, Angst und depressiver Stimmung und können Probleme in Familie, Partnerschaft und im Beruf nach sich ziehen. Psychologische Therapieverfahren und eine spezielle Behandlung dieser zusätzlichen Störungen können dann sehr hilfreich sein.
Als Verfahren, die sowohl die innere Spannung als auch die Muskelanspannung verringern, haben sich autogenes Training und progressive Muskelrelaxation bewährt. Mit einem Biofeedback-Training kann man lernen, der Schmerzempfindung gegenzusteuern.
