Allgemeines
Als Neuropathie werden Veränderungen an den Nerven bezeichnet, die unterschiedliche Ursachen haben und oft Schmerzen (Neuralgie) oder Empfindungsstörungen hervorrufen. Von Polyneuropathie spricht man, wenn mehrere Nerven betroffen sind, und zwar vor allem die Nerven beider Beine. Zu den Neuropathien gehören auch Nervenentzündungen, in der Fachsprache als Polyneuritiden bezeichnet. Sie sind durch ein entzündliches, die Nerven veränderndes Geschehen gekennzeichnet.
Bei einer Neuralgie tritt der Schmerz immer in dem Gebiet auf, das der betroffene Nerv versorgt. So ruft eine Trigeminusneuralgie, bei der üblicherweise zunächst der zweite oder dritte Ast des Trigeminusnervs von der Veränderung betroffen ist, beispielsweise Schmerzen auf nur einer Seite des Gesichts hervor.
Die Schmerzen bei Neuropathien gehen von den Nervenzellen selbst oder ihren Fortsätzen aus, die verändert, geschädigt oder abgestorben sind. Derartige nervenbedingte Schmerzen können zu komplizierten Langzeitfolgen führen: Die Nerven ändern ihre Funktion, die Reizleitung einzelner Nervenfasern verändert sich und die Schmerzen werden im Gehirn anders verarbeitet als vorher.
