15.05.2012
Schlafstörungen

Ursachen

Schlaf ist ein sensibler Zustand und recht störanfällig. Viele Faktoren können zu Schlafstörungen führen:

  • Überlastung und Stress, Sorgen, Ärger und Anspannung rauben den Schlaf. Auch zu wenig körperliche Aktivität im Tagesverlauf kann Schlafstörungen nach sich ziehen.
  • Äußere Bedingungen können das Einschlafen beeinträchtigen, beispielsweise Lärm, helles Licht, ein unbequemes Bett, unpassende Zudecken.
  • Eine üppige Mahlzeit während der letzten vier Stunden vor dem Zubettgehen belastet den Körper mit Verdauungsarbeit und führt zu einem unruhigen Schlaf.
  • Das Koffein aus Kaffee, Tee und Cola-Getränken kann so munter machen, dass es das Einschlafen verhindert.
  • Ein alkoholhaltiger Schlaftrunk fördert zwar das Einschlafen, unterbricht den Schlaf aber, wenn die Alkoholwirkung nachlässt. Darüber hinaus verliert sich die schlafanstoßende Wirkung von Alkohol mit der Zeit.
  • Der biologische Tag-Nacht-Rhythmus fordert sein Recht. Wer dagegen anlebt, zum Beispiel durch wechselnde Arbeitszeiten oder das Überfliegen von Zeitzonen, muss mit Schlafstörungen rechnen.
  • Eine Reihe von Menschen wird durch Beschwerden und Krankheiten am erholsamen Schlafen gehindert; dazu gehören Schmerzen, Fieber, Erkältungen und Asthma mit nächtlichem Husten, Übergewicht, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Ohrgeräusche, Juckreiz, das Krankheitsbild der unruhigen Beine, saures Aufstoßen, Herzkrankheit und Blasenerkrankungen. Menschen mit einer depressiven Störung wachen typischerweise sehr früh morgens gegen vier, fünf Uhr auf.
  • Eine während des Schlafes gestörte Atmung (Schlafapnoe-Syndrom) kann die Erholung ganz erheblich beeinträchtigen. Bei stark schnarchenden Menschen, die meist auch übergewichtig sind, treten relativ oft kurzzeitige Atemstillstände auf.
  • Schlafstörungen gehören zu den üblichen Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Beruhigungs- und Schlafmitteln, Alkohol, Zigaretten und Drogen.
  • Viele Medikamente weisen Schlafstörungen als unerwünschte Wirkung auf, so zum Beispiel Mittel bei Depressionen, blutdrucksenkende Mittel, einige Mittel bei Parkinsonkrankheit, bei Asthma und zur Entwässerung.

Bei Kindern

Plötzlich auftretenden Schlafstörungen liegen meist akute Krankheiten zugrunde wie Infektionen, Mittelohrentzündung, Wundsein im Windelbereich.

Besonders bei Säuglingen kann eine zu weiche Unterlage zur Unruhe beim Schlafen beitragen. Sensible Kinder wachen dann leichter auf.

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