Ursachen
Druck im Ohr, kombiniert mit erträglichen Ohrenschmerzen und nachlassendem Hörvermögen, kann auftreten, wenn der Körper Druckunterschiede nicht ausgleichen kann. Das ist zum Beispiel beim Liftfahren, bei einer Fahrt über Berge, beim Fliegen und Tauchen der Fall, wenn die eustachische Röhre, der Verbindungsgang zwischen Mittelohr und Rachenraum, so verengt ist, dass sie den Druckausgleich nicht herstellen kann.
Eine weitere Ursache für Ohrenschmerzen kann ein Gegenstand im Ohr sein. Vor allem kleine Kinder können vieles im Gehörgang verschwinden lassen: Bohnen, Spielzeug, Perlen und Ähnliches. Das Bemühen des Körpers, sich von diesem Fremdkörper zu befreien, führt oft zu einer schmerzhaften Entzündung.
Ohrenschmerzen, die sich verstärken, wenn man am Ohrläppchen oder an der Ohrmuschel zieht, sprechen für eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Bei Säuglingen kann auch eine Mittelohrentzündung die Ursache sein.
Plötzlich auftretende Ohrenschmerzen, die schnell sehr heftig werden können, deuten auf eine akute Mittelohrentzündung hin. Die Schmerzen können mit Schwindel, nachlassendem Hörvermögen und Ohrgeräuschen sowie Fieber verbunden sein. Bei einigen Kindern treten akute Mittelohrentzündungen häufiger auf (rezidivierende Otitis).
Ein "laufendes" Ohr, begleitet von schlechtem Hören und leichten Ohrenschmerzen, legt den Verdacht auf eine chronische Mittelohrentzündung nahe.
Eine "dicke Backe" in Kombination mit Ohrenschmerzen, die meist beide Seiten betreffen, ist das typische Zeichen einer Mumpserkrankung. Da heute ein Großteil der Kinder gegen Mumps geimpft ist, ist diese Krankheit nur noch selten der Grund für Ohrenschmerzen.
Im Bereich des Ohres können auch Schmerzen empfunden werden, die ihre Ursache in anderen Organen oder Geweben haben. Infrage kommen Nase, Nebenhöhlen, Zähne, Zahnfleisch, Kiefergelenk, Zunge, Mandeln, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Speiseröhre und Speicheldrüsen.
