15.05.2012

Hinweise zum Gebrauch von Ohrentropfen

Kalte Flüssigkeit im Ohr ist sehr unangenehm, deshalb sollten Sie die Tropfen auf Körpertemperatur anwärmen, bevor Sie sie ins Ohr träufeln.

Die Flüssigkeit lässt sich am besten eintropfen, wenn der Kranke auf der Seite liegt und das betroffene Ohr nach oben zeigt. Verschließen Sie den Gehörgang anschließend locker mit einem Mull- oder Wattepfropf. Wird der Pfropf zu fest gestopft, kann sich im Gehörgang Feuchtigkeit stauen. Das begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern. Anschließend sollte der Kranke noch etwa 15 Minuten auf der Seite liegen, damit die Tropfen gut auf das Trommelfell einwirken können.

Als Dosierung geben die Hersteller zwischen drei und sechs Tropfen an. Diese Menge ist weniger durch den Wirkstoff bestimmt als durch die Größe des Gehörgangs. Was zu viel ist, läuft aus oder in den Wattepfropf hinein.

Die meisten Ohrentropfen dürfen bei verletztem Trommelfell nicht angewendet werden, weil die Wirkstoffe dann in das Mittelohr gelangen und von dort aus das Innenohr schädigen können. Um zu prüfen, ob das Trommelfell intakt ist oder nicht, halten Sie sich die Nase zu und schnäuzen sich wie beim Naseputzen. Ist das Trommelfell gerissen, hören Sie neben einem Knackgeräusch noch ein Pfeifen. Wer diesen Test nicht sicher durchführen kann, sollte den Zustand des Trommelfells vom Arzt beurteilen lassen.

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