01.04.2014
Hämorrhoiden

Allgemeines

Im Inneren des Enddarms (Rektum), in und über dem ringförmigen Afterschließmuskel, befinden sich mit arteriellem Blut gefüllte Schwellkörper. Sie bilden eine Art Polster, das gefüllt und entleert werden kann und dazu beiträgt, dass der Enddarm gut schließt. Wird der Darm entleert und der Schließmuskel dabei gedehnt, fließt das Blut aus den Schwellkörpern ab; zieht sich der After zusammen, strömt es wieder ein und dichtet den Analkanal ab.

Als Hämorrhoiden werden vergrößerte Blutgefäße bezeichnet, die sich unter der Hautoberfläche ausgedehnt haben. Das geschieht, wenn das Gefäßpolster längere Zeit nicht entleert wird, zum Beispiel, weil eine Verstopfung vorliegt oder der Stuhldrang unterdrückt wird. Da die Hämorrhoiden direkt unter der Hautoberfläche liegen, entzünden sie sich leicht oder reißen ein, vor allem wenn der Darminhalt sehr hart ist. Wenn beim Stuhlgang stark gepresst werden muss, können sie aus dem After hervortreten.

Hämorrhoiden werden entsprechend ihrer Ausdehnung, Größe und der Intensität der Beschwerden in vier Stadien eingeteilt:

  • Stadium I: Die Schwellkörper im Enddarm sind vergrößert.
  • Stadium II: Schmerzen und Blutungen mehren sich. Die Hämorrhoiden treten beim Pressen am Afterrand hervor, ziehen sich aber wieder in den Enddarm zurück, wenn der Darminhalt abgesetzt ist.
  • Stadium III: Die Hämorrhoiden ziehen sich nach dem Stuhlgang nicht mehr von selbst in den Enddarm zurück, können aber mit dem Finger wieder hineingeschoben werden. Häufig entsteht das Gefühl, dass der Darm nicht vollständig entleert ist. Manchmal schließt der Aftermuskel nicht mehr dicht genug, sodass unkontrolliert etwas Stuhl abgeht.
  • Stadium IV: Die Hämorrhoiden bleiben dauerhaft außerhalb des Enddarms und lassen sich mit dem Finger nicht mehr zurückschieben.

Hämorrhoiden werden häufig mit Perianalthrombosen verwechselt, die ähnliche Beschwerden verursachen.

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