01.04.2014
Venenerkrankungen

Allgemeines

Als Venen werden diejenigen Blutgefäße bezeichnet, in denen das Blut zum Herzen hin fließt. Die oberflächlichen Venen verlaufen dicht unter der Hautoberfläche und sammeln das aus den feinen Blutgefäßen (Kapillaren) kommende Blut. Über Verbindungsvenen (Perforansvenen) sind die oberflächlichen mit den tiefliegenden Venen verbunden.

Ein Klappenmechanismus innerhalb der Venen verhindert, dass das Blut nach unten in die Beine zurückfließt. So kann es nur in eine Richtung strömen – zum Herzen hin. Wenn sich die Venen zu sehr weiten, schließen die Venenklappen nicht mehr richtig. Dann staut sich das Blut in den Venen, die sich dann noch mehr dehnen müssen.

Häufig erweitern sich die kleinen, unmittelbar unter der Haut verlaufenden Venen (Besenreiser). Sie scheinen dann stern-, strahlen- oder fächerförmig blaurot durch die Haut hindurch. Erschlaffen größere oberflächliche Venen, treten sie als geschlängelte Krampfadern (Varizen) hervor (primäre Varikose).

Unter dem Oberbegriff "Venenerkrankungen" sind sowohl die tiefe Venenthrombose (Phlebothrombose) zu verstehen als auch akute Entzündungen der oberflächlichen Venen (Thrombophlebitis), Krampfadern und die chronische venöse Insuffizienz (CVI).

Eine Venenthrombose bedeutet, dass eine Vene durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) teilweise oder ganz verschlossen wird. Am häufigsten sind die Becken- und Beinvenen betroffen, insbesondere die tiefen Venen in Ober- und Unterschenkel. Löst sich das Gerinnsel von der Wand, wird es mit dem Blut in die große Hohlvene und in die rechte Herzkammer geschwemmt. Von dort gelangt es mit dem Blut in die Lunge und bleibt dort in einem Blutgefäß hängen. Eine solche Lungenembolie kann tödlich enden.

Auch bei einer akuten Entzündung der oberflächlichen Venen besteht die Gefahr, dass sich an der entzündeten Venenwand ein Blutgerinnsel (Thrombus) ablagert und sich in die tiefen Venen hinein ausbreitet, sodass sich dort eine Thrombose ausbildet.

Infolge einer Venenthrombose oder ausgeprägter Krampfadern entstehen mit der Zeit chronische Durchblutungsstörungen in den Venen. Dadurch bilden sich Hautveränderungen aus, die in drei Stadien eingeteilt werden:

  • Stadium I: Nur die kleinen Venen unterhalb des Knöchels sind erweitert und bilden ein kranzartiges, bläuliches Geflecht.
  • Stadium II: Die Haut verfärbt sich, bildet weißliche oder bräunliche Flecken oder wird stellenweise lederartig hart.
  • Stadium III: Die Haut ist dünn wie Pergament und platzt bei geringen Stößen und Verletzungen auf. Die Wunden heilen nur schwer oder gar nicht zu und entstehen leicht wieder neu (" offenes Bein ", Ulcus cruris).

Eine Venenthrombose und eine ausgeprägte chronische venöse Insuffizienz müssen immer ärztlich und mit verschreibungspflichtigen Mitteln behandelt werden. Näheres dazu erfahren Sie unter "Medikamente vom Arzt".

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