Ursachen
Herz- und Kreislaufbeschwerden beruhen häufig auf einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), auf zu hohem oder – seltener – auf stark erniedrigtem Blutdruck. Bei einer Herzschwäche kann das Herz das Blut nicht mit der nötigen Kraft in den Körper pumpen. Dies kann verschiedene Gründe haben:
- Der Herzmuskel erhält aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen nicht genügend Sauerstoff. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Arterielle Durchblutungsstörungen".
- Ein Herzinfarkt ist vorausgegangen.
- Der Blutdruck ist zu hoch.
- Die Herzklappen sind fehlgebildet oder defekt.
- Der Herzmuskel hat sich entzündet (häufig aufgrund einer Virusinfektion).
- Es liegt eine Herzmuskelschwäche ohne erkennbare Ursache vor (idiopathische Kardiomyopathie).
- Ein hoher Alkoholkonsum hat den Herzmuskel geschädigt.
- Medikamente haben den Herzmuskel geschwächt. Dazu gehören Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Depressionen oder Tumorerkrankungen.
Auch wenn der Körper durch andere Krankheiten, zum Beispiel durch eine heftige Erkältung oder eine Virusgrippe mit hohem Fieber, geschwächt ist, kann sich das auf die Herzkraft und damit auf den Kreislauf auswirken.
Ein niedriger Blutdruck bei ansonsten gesunden Menschen ist meist anlagebedingt. Als niedriger Blutdruck gelten bei Männern Werte unter 110/60 mmHg, bei Frauen unter 100/60 mmHg.
Manche Menschen reagieren auf bestimmte Witterung (insbesondere Föhn, Wärme mit hoher Luftfeuchtigkeit, Tiefdruckwetterlagen) mit einer Kreislaufschwäche (Wetterfühligkeit).
Bei Kindern
Bei Kindern kann der Wachstumsschub in der Pubertät vorübergehend zu einem niedrigen Blutdruck führen.
