01.05.2013
Arterielle Durchblutungsstörungen

Allgemeine Maßnahmen

Alles, was Durchblutungsstörungen vorbeugt, ist auch ratsam, wenn bereits Ablagerungen in den Blutgefäßen vorhanden sind. Das gilt insbesondere für das Rauchen. Sie sollten es unbedingt aufgeben. Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Im Stadium II der PAVK ist ein konsequentes Gehtraining unverzichtbar. Die Frage, ob es auch schon im Stadium I nützlich ist, wurde bisher in klinischen Untersuchungen noch nicht ausreichend geklärt. Regelmäßige Bewegung ist aber bei solchen Durchblutungsstörungen immer eine der wichtigsten Maßnahmen.
  • Wenn Sie Diabetes haben, sollten Sie darauf achten, dass der Blutzucker möglichst gut reguliert wird.
  • Der Blutdruck sollte nicht über 140/90 mmHg liegen.
  • Verstopfte Arterien in Hals, Becken und Beinen können durch künstliche Adern ersetzt werden.
  • Engstellen in den Arterien lassen sich mit einem Ballonkatheter mechanisch aufdehnen oder operativ entfernen. Ausgedehnte harte Ablagerungen in den Beinarterien können auch mit Minifräsen abgeraspelt werden. Anschließend kann ein Stent eingesetzt werden (Stents sind feinmaschige Gewebe zum Beispiel aus sehr feinem Drahtgeflecht, die die Blutgefäße auskleiden und somit offen halten).
  • Zu hohe Homozysteinspiegel im Blut lassen sich senken, wenn Sie darauf achten, dass Ihre Nahrung viel Vitamin B6, B12 und Folsäure enthält. Reich an Folsäure sind dunkelgrüne Blattgemüse (zum Beispiel Spinat, Mangold) und weiße Bohnen, viel Vitamin B steckt in Vollkornprodukten und allen Kohlsorten.
  • Die zusätzliche Einnahme von Vitamintabletten ist jedoch nicht sinnvoll. Eine systematische Übersicht aller verfügbaren Daten hat ergeben, dass sich eine Arteriosklerose damit nicht verhüten lässt. Näheres hierzu lesen Sie im Kapitel "Vitamine, Mineralien und Spurenelemente".

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