Vorbeugung
Insektenabwehrmittel, auch Repellents genannt, enthalten Stoffe, die Insekten abschrecken. Dann lassen sie sich oft gar nicht erst auf der Haut nieder. Mücken, Bremsen und Zecken lassen sich damit gleichermaßen fernhalten. Einen hundertprozentig zuverlässigen Schutz bieten diese Mittel aber nicht.
Leichte Sommerkleidung, die Arme und Beine bedeckt, macht es Mücken und Bremsen schwer, eine freie Hautstelle zu finden, an der sie zustechen können. Ein Moskitonetz über dem Bett oder Fliegengitter vor den Fenstern halten die Mücken nachts fern und garantieren einen ungestörten Schlaf.
Beim Picknick sollten Sie Süßigkeiten, Wurst oder Fleisch nicht offen stehen lassen, weil solche Speisen Bienen und vor allem Wespen anlocken.
Bienen, Wespen und Hornissen sollten Sie nicht mit hastigen Bewegungen verscheuchen, das macht die Tiere nur aggressiv und erhöht ihre Stechfreudigkeit.
In Rollladenkästen, alten Bäumen und unter Dachgiebeln nisten sich Wespen und Hornissen besonders gerne ein. Stochern Sie dort aber nicht ungeschützt herum, um die Nester zu entfernen. Ein plötzlich aufgeschreckter Schwarm ist besonders aggressiv.
Laufen Sie möglichst nicht mit bloßen Beinen in hohem Gras, durch Farnwedel oder durchs Unterholz. Dort lauern Zecken – sie lassen sich nicht, wie viele immer noch meinen, von Bäumen fallen. Wenn Sie bei einer Wanderung feste Schuhe, Socken oder Kniestrümpfe und lange Hosen tragen, sind Sie bis zu einem gewissen Maß geschützt. Allerdings können die Zecken auch auf der Kleidung entlang wandern, bis sie eine Stelle finden, an der die Haut nicht bedeckt ist.
Eine Impfung schützt nicht vor dem Zeckenstich, sondern nur vor einer FSME, und auch das nur begrenzt. Die Impfung empfiehlt sich wegen der damit verbundenen Risiken nur, wenn Sie im Frühjahr oder Sommer in einem Gebiet wandern oder zelten, in dem Zecken häufig mit FSME-Erregern infiziert sind (z. B. südliches Hessen, Bayern, Österreich, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Vogesen). Sie ist bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen möglich.
