Ursachen
Meist handelt es sich um eine Infektion mit Hefepilzen (Candida albicans). Andere Pilzarten sind selten die Ursache.
Eine Reihe medizinischer Bedingungen begünstigt das Auftreten von Pilzinfektionen. Dazu gehört die Einnahme von Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) und von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. bei Rheuma, Krebs und nach Organtransplantationen). Auch Frauen, die hormonhaltige Empfängnisverhütungsmittel anwenden, Diabetes haben oder sehr beleibt sind, haben häufiger Pilzinfektionen als andere. Um diese Bedingungen abzuklären und gegebenenfalls zu verändern, ist ärztliche Hilfe nötig.
Auch in der Schwangerschaft sind Frauen empfänglicher für Pilzinfektionen.
Wenn vaginale Pilzinfektionen innerhalb von zwei bis drei Monaten wiederkehren, obwohl es zunächst so aussieht, als hätte eine gezielte Behandlung die Erreger vertrieben, kann das verschiedene Gründe haben. Zum einen können sich Männer und Frauen beim Sex immer wieder gegenseitig infizieren, wenn bei einem Partner die Erreger noch vorhanden sind. Zum anderen haben manche Frauen offenbar Zellen in ihrer Scheidenhaut, an die sich die Pilzzellen besonders leicht anhängen können.
Außerdem ist es möglich, dass die übliche Dosis eines Pilzmittels nicht bei allen Frauen alle Pilzarten sicher abtötet.
