15.05.2012
Bakterielle Infektionen der Scheide

Vorbeugung

Der Körper hält die Voraussetzungen für ein gesundes Scheidenmilieu selbst aufrecht. Je weniger eingegriffen wird, desto besser. Spezielle Maßnahmen zur Hygiene sind nicht erforderlich. Der Intimbereich muss weder besonders oft noch besonders gründlich, noch auf besondere Art gereinigt werden. Am wenigsten irritieren Sie das Scheidenmilieu, wenn Sie zur Reinigung klares Wasser verwenden. Achten Sie auf folgendes:

  • Nach dem Stuhlgang immer von vorn nach hinten abwischen, damit Darmkeime nicht über den Genitalbereich gewischt werden.
  • Tampons ausschließlich während der Menstruation benutzen und nicht zu häufig wechseln. Sie können die Scheide austrocknen.
  • Manche Frauen vertragen Barrieremethoden als Verhütungsmittel nicht gut. Kondome sind mit spermientötenden Chemikalien imprägniert, Scheidenzäpfchen und -gele enthalten diese Chemikalien ebenfalls und auch ein Diaphragma wird zusammen mit einem spermientötenden Gel benutzt. All diese Substanzen können die Scheidenflora schädigen. Das leistet Infektionen Vorschub.
  • Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann das häufige Auftreten von Scheidenentzündungen begünstigen. Dazu gehören Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) und Mittel, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. bei Rheuma, nach Organtransplantationen). Um das abzuklären und gegebenenfalls zu ändern, ist ärztliche Hilfe erforderlich.

Trichomonadeninfektion: Jeder Mensch mit einer solchen Infektion sollte seine Sexualpartnerinnen und -partner von der Erkrankung informieren, damit sie sich untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen können. Andernfalls ist es wahrscheinlich, dass sich die Partner gegenseitig immer wieder infizieren.

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