15.05.2012
Allergische Hauterkrankungen

Anzeichen und Beschwerden

Die Haut entzündet sich. Dieser Vorgang ist durch eine Abfolge mehrerer Reaktionen gekennzeichnet:

  • Es werden viele weiße Blutkörperchen und entzündungsfördernde Stoffe (Zytokine) produziert.
  • Es tritt Juckreiz auf.
  • Das Gewebe lagert Wasser ein und schwillt an
  • Die kleinen Blutgefäße (Kapillaren) weiten sich. Dadurch rötet sich die Haut.
  • In den oberen Hautschichten wird die Zellteilung angekurbelt, wodurch sich die oberste Hautschicht abschilfert.
  • An der Hautoberfläche bilden sich kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die leicht aufplatzen und offene, nässende Stellen hinterlassen. Diese überziehen sich innerhalb weniger Tage mit einer brüchigen, dünnen Kruste.

Lässt sich der Kontakt mit dem auslösenden Stoff meiden, heilen die oberflächlichen Hautschäden innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Die Haut schuppt sich dabei meist etwas.

Ist der Kontakt mit dem Allergen unvermeidlich oder wird die Ursache für das Ekzem nicht gefunden, kann sich der Ausschlag verschlimmern und chronisch werden. Die Haut verdickt sich, juckt und schuppt. Auf diese Weise passt sie sich dem chronisch gewordenen Reiz an. Häufig reißt sie auch etwas ein, sodass immer wieder kleine Wunden entstehen. Über diese offenen Stellen können Bakterien eindringen und eine Infektion auslösen, sodass sich die Haut noch stärker entzündet (superinfiziertes Ekzem).

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