Spielzeug: Tipps
21.10.2010
- Selbst prüfen. Prüfen Sie vor dem Kauf im Laden selbst: Hat das Spielzeug scharfe Kanten, lösen sich Kleinteile wie Augen oder Ohren, lassen sich Lacke leicht abkratzen? Für Kleinkinder ist das Spielzeug dann nicht geeignet. Das nebenstehende Symbol weist darauf hin, dass Kinder unter drei Jahren nicht mit dem Spielzeug spielen sollten.
- Selbst schnuppern. Schnuppern Sie vor dem Kauf immer am Spielzeug. Lassen Sie es bei auffälligem Geruch lieber im Laden, es könnten Schadstoffe ausdünsten. Bevorzugen Sie bei Holzspielzeug, etwa Holzklötzen, unlackiertes Holz. Bei gebrauchten Sachen sind Formaldehyd und Lösemittel eher verdampft.
- Puppenkauf. Puppen und Plüschtiere sollten für Kleinkinder am besten aus Stoff und nicht aus Plastik sein, so wie die Hello-Kitty-Figur und Curly Girly von sigikid. Diese waren nicht mit Schadstoffen belastet. Waschen Sie Stoffpuppen vor dem ersten Gebrauch am besten einmal im Schonwaschgang in einem Wäschesack.
- Erste Hilfe. Hat Ihr Kind ein Kleinteil verschluckt: Nehmen Sie Ihr Kind und legen es mit herunterhängendem Oberkörper über Ihren Unterarm oder Oberschenkel. Klopfen Sie fünfmal zwischen die Schulterblätter, damit es hustet. Seien Sie dabei nicht zu zaghaft. Der Fremdkörper wird mithilfe der Schwerkraft zum Mund befördert. Wenn das nicht hilft, den Notarzt rufen.
- CE-Zeichen. Es ist auf jedem Spielzeug Pflicht. Es ist eine Selbsterklärung des Herstellers. Er garantiert damit, dass er alle geltenden EU-Richtlinien für das Produkt einhält. Doch darauf ist wenig Verlass, wie dieser Spielzeugtest zeigt.
- GS-Zeichen. Es steht für „geprüfte Sicherheit“, Basis ist das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz. Das Zeichen ist freiwillig und wird vergeben, wenn eine der 84 weltweit tätigen Prüfstellen die Einhaltung der Anforderungen bestätigt. Die Zulassung muss regelmäßig erneuert werden. Daneben gibt es Zeichen von Instituten wie Tüv Rheinland, Tüv Süd oder LGA. Auch sie machen unabhängige Prüfungen.
- Aktuelle Funde. Wöchentlich veröffentlicht die Europäische Kommission eine Liste an gefährlichen Produkten, die aus den EU-Mitgliedsstaaten gemeldet werden. Spielzeug ist regelmäßig darunter. Zur Rapex-Liste der Europäischen Kommission. Auch test.de berichtet regelmäßig über Produkt-Rückrufe.
- Chat zum Thema. Auf Ihre Fragen zu Gefahren und Vorbeugung antworteten die test-Expertinnen Renate Ehrnsperger und Nicole Merbach im Chat. Sie können hier alle Antworten nachlesen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Bildstrecke: Diese sind gefährlich
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice


Kommentare (25)
weitere Kommentare anzeigen