Schulranzen: Ausgewählt, geprüft, bewertet

test 04/2006

Schulranzen

Im Test: 18 Schulranzen für Grundschüler ab der ersten Klasse.
Einkauf der Prüfmuster: Im Oktober und November 2005.
Preise: Anbieterbefragung im Januar und Februar 2006.

Abwertung

War die optische Warnwirkung bei Nacht oder am Tag „mangelhaft“, konnten das Urteil „Optische Warnwirkung“ und das test-Qualitätsurteil nicht besser sein. Bei „ausreichenden“ Trageeigenschaften wurde das Urteil „Täglicher Gebrauch“ um eine halbe Note abgewertet. Bei „mangelhafter“ Wasserdichtheit konnten die Materialeigenschaften nur eine halbe Note besser sein. Wurden Schadstoffe in den Ranzengriffen nachgewiesen, werteten wir das Qualitätsurteil um eine halbe Note ab.

Täglicher Gebrauch: 50 %

21 Schüler und Schülerinnen einer zweiten Klasse benutzten die Ranzen mehrere Wochen lang. Unter Anleitung der Eltern und Experten beurteilten sie dabei das Öffnen, Packen und Schließen, die Standfestigkeit und Formstabilität, das Auf- und Absetzen sowie das Tragen am Griff. Die ergonomischen Trageeigenschaften wurden von drei Experten begutachtet.

Materialeigenschaften: 40 %

Die Haltbarkeit wurde in einer mit Teppichboden ausgelegten Falltrommel und im Praxistest geprüft. Wasserdichtheit: Nach DIN 58124 wurde der Ranzen 10 Minuten lang mit 1 l Wasser pro m2 und Minute beregnet. Nach 10 Minuten ermittelten wir, wie viel Wasser ins Innere und in die Außentaschen eingedrungen war. Außerdem stellten wir den Ranzen in einen 1 cm hoch mit Wasser gefüllten Behälter und prüften, ob Bodenwasser eingedrungen war.

Beanspruchung der Kleidung (Pilling): In Anlehnung an DIN EN ISO 12945-2 wurde untersucht, ob Rückenpolster und Riemen auf Textilien scheuern und darauf Flusen (Pills) bilden. Keine Beanstandungen gab es bei der Sichtprüfung auf Korrosion (nach Abschluss aller Prüfungen), bei der Prüfung auf Schweißechtheit an den Rücken- und Trägermaterialien nach DIN EN ISO 105-E04 sowie bei der Bestimmung von Azofarbstoffen.

Optische Warnwirkung: 5 %

Geprüft in Anlehnung an DIN 58124. Dazu ermittelten wir alle retroreflektierenden und fluoreszierenden Materialien, deren Flächengröße und Signalwirkung. Warnwirkung bei Nacht: Wir überprüften die retroreflektierende Wirkung bei verschiedenen Anleuchtungswinkeln. Die Warnwirkung am Tag durch die fluoreszierenden Flächen wurde nach künstlicher Alterung durch Xenonlicht geprüft und dabei Farbe und Leuchtdichte beurteilt.

Schadstofffreiheit: 5 %

Wir untersuchten die Griffe auf Weichmacher (Phthalate) und auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

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