PC von Real: Volle Packung
09.07.2007
Mit einem PC mit flottem Athlon Zweikern-Prozessor, reichlich Arbeitsspeicher, großer Festplatte und Windows Vista Home in der Premium Edition will Real von heute an Computerkäufer anlocken. Für 555 Euro ist das Paket zu haben. Von vorneherein klar: Spielefreaks sind falsch bei Real. Dafür ist der Grafikprozessor zu schwach. Ob der PC richtig ist für Büro- und Multimedia-Anwendungen, klärt der Schnelltest.
Leistung reicht locker aus
Bei der Leistung lässt der Real-Rechner sich nicht lumpen. Multimedia- und Officeanwendungen laufen kaum langsamer als auf den deutlich teureren Rechnern aus dem aktuellen Vergleichstests. Mehr Leistung brauchen eigentlich nur die Fans der aktuellen 3D-Spiele. Für jeden anderen Zweck reicht der Real-Rechner locker aus.
Kein Anschluss übers Telefonnetz
Sehr ärgerlich: Wer mit dem Real-Rechner ins Internet will, braucht entweder ein Extra-Modem oder einen DSL-Anschluss. Wer noch keinen Rechner hatte und nur über einen Telefonanschluss verfügt, bekommt keine Verbindung zum Internet. Der HDMI-Anschluss am Real-PC macht wenig Sinn: Das Laufwerk kann keine Blu Ray- oder HD-DVDs abspielen, so dass hochauflösende Videos allenfalls übers Internet in den Rechner und auf den Bildschirm gelangen können.
Angebot ohne Extras
Dagegen fehlt die Möglichkeit, Flachbildschirm über DVI-Stecker anzuschließen. Dafür hätte Computerlieferant Medion nur einen billigen HDMI auf DVI-Adapter in den Karton stecken müssen. Videofilmern wird der passende Anschluss für den Fernseher fehlen. Ein herkömmlicher Video-Ein- und Ausgang fehlt. Auch die serielle Schnittstelle ist dem Sparkurs zum Opfer gefallen. Wer noch ein Gerät mit einem solchen Kabel hat, wird die Schnittstelle schmerzlich vermissen. Ohnehin Fehlanzeige: eine TV-Karte oder andere Extras.
Kaum Rauschen
Sehr angenehm allerdings: Mit nur sehr diskretem Rauschen geht der Real-Rechner zu Werke. Sämtliche Rechner aus dem aktuellen Vergleichstests waren lauter. Ebenfalls gut: die Recovery-Funktion. Mit wenigen Mausklicks lässt sich die ursprüngliche Konfiguration des Rechners wieder herstellen. Beim Stromverbrauch allerdings langt der Real-Rechner gehörig zu. Im Normalbetrieb genehmigt er sich über 100 Watt. Das mag sogar noch angehen, wenn gerade Spitzenleistung gefragt ist. Für wenig rechenintensiven Durchschnittbetrieb ist es zu viel. Immerhin: Im Stand-by und nach Herunterfahren von Windows sinkt der Stromverbrauch auf ordentliche 2,5 und 1,5 Watt.
test-Kommentar: Alternativlösung
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