Kinder und Schadstoffe: Zu hohe Belastungen
Bei fast jedem vierten Kind sind die Belastungen durch chemische Weichmacher, Phthalate, zu hoch. Bei 1,5 Prozent der Kinder ist die Konzentration sogar so stark, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht mehr sicher ausgeschlossen werden kann. Das ergab eine deutschlandweite Studie des Robert-Koch-Instituts, für die 600 Urinproben von Kindern zwischen 3 und 14 Jahren untersucht wurden. In fast allen Proben konnten die Wissenschaftler Phthalate nachweisen. So überstieg bei fast 12 Prozent die Menge an Di-n-butylphthalat den TDI-Wert, der die duldbare tägliche Aufnahme angibt. Phthalate sind Umweltschadstoffe, die das Hormonsystem stören und so die sexuelle Reifung von Kindern beeinflussen können. Vor Weichmachern warnt auch die Stiftung Warentest regelmäßig – zuletzt beim Kinderwagentest 9/2009: Kein Kinderwagen war schadstofffrei, in zehn steckten so viele Schadstoffe, dass sie insgesamt „mangelhaft“ abschnitten.
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen