Facebook sichermachenSchutz vor unerwünschten Lesern
Facebook verändert immer wieder Einstellungen, ohne dass Nutzer davon erfahren. Wer will, dass nur enge Freunde bestimmte Informationen sehen können, muss deshalb regelmäßig die Einstellungen seines Accounts überprüfen. Und vor allem prüfen, ob die Privatsphäre immer noch ausreichend geschützt ist. Denn wer will schon, dass ungeliebte Mitschüler oder Lehrer – nur wegen einer Einstellungsänderung von Facebook – plötzlich sehr private Dinge über einen erfahren.
Und wie geht das jetzt? Erster Schritt: In den Privatsphäre-Einstellungen auf „Auf Facebook vernetzen“ gehen und unter „Einstellungen anzeigen“ bestimmen, wer die Freundesliste sehen darf.
Zweiter Schritt: In den „Privatsphäre-Einstellungen“ nicht die Empfehlungen von Facebook übernehmen, sondern auf den blauen Link „Benutzerdefinierte Einstellungen“ klicken und selbst bestimmen. Empfehlenswerte Einstellung: Eigene Beiträge und weitere Angaben sollten nur Freunde sehen können.
Dritter Schritt: Wer nicht verhindern kann, dass peinliche Fotos von ihm ins Netz gestellt werden, sollte sich um Schadensbegrenzung bemühen. Zum Beispiel bei Fotos, auf denen er auf einer Party volltrunken herumtanzt. Dass das Foto erscheint, kann man mit technischen Mitteln nicht verhindern. Man kann aber verhindern, dass es mit dem eigenen Namen markiert ist. Dazu das Foto von der eigenen Pinnwand entfernen und auch die Tags entfernen. So sieht das Foto wenigstens niemand im eigenen Freundeskreis. Besser ist allerdings, es gar nicht erst zu peinlichen Fotos kommen zu lassen.
Vierter Schritt: Verhindern, dass Partnerfirmen von Facebook die eigenen Vorlieben erfahren. Dazu in den „Privatsphäre-Einstellungen“ auf den Link unter „Anwendungen und Webseiten“ klicken und in der Rubrik „Umgehende Personalisierung“ das gesetzte Häkchen entfernen, wenn die Rubrik schon aktiv ist.
Letzter Schritt: Wer nicht will, dass Freunden Werbung für ein Produkt angezeigt wird mit dem Hinweis, dass einem selbst das Produkt gefällt, muss ebenfalls aktiv werden. Verhindern lässt sich das mit der Einstellung „Niemand“ unter „Facebook-Werbeanzeigen“, dann „Einstellungen für soziale Werbeanzeigen bearbeiten“.
Die ausführliche Anleitung zum Schutz privater Daten bei Facebook gibt es in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest, im Internet unter www.test.de und im Facebook-Profil der Stiftung Warentest.