Saugroboter: Teurer Spaß

Saugroboter Test
Saugroboter in Aktion

test 04/2004

Werden kleine teure Roboter bald in allen Wohnungen den guten alten Staubsauger ablösen?

Saugroboter

Der RoboCleaner RC 3000 von Kärcher und der Trilobite von Electrolux können tatsächlich ohne Aufsicht einzelne Räume oder auch ganze Etagen reinigen. Sie erkennen Hindernisse, melden sich bei Problemen per Warnleuchte und steuern ihre Ladestationen rechtzeitig an. Der RC 3000 entleert seinen kleinen Staubbehälter selbsttätig in den größeren Beutel in der Ladestation. Electrolux setzt bei der Orientierung seines Trilobite überwiegend auf Ultraschallsensoren. Das Steuerungssystem erfasst die Dimensionen eines Raums durch Abfahren und beginnt erst dann mit dem Reinigen. Die Sensoren stoppen das Gerät rechtzeitig vor Möbeln oder anderen Hindernissen und suchen nach einem Ausweg. Nur selten agiert der Trilobite über seine zusätzlichen Stoßsensoren. Diese weitgehend berührungsfreie Steuerung schont das Mobiliar und funktionierte bei unseren Prüfungen zuverlässig. Allerdings schätzten beide Roboter 2 von 16 Hindernissen mehrmals falsch ein: An einer Rampe fuhren sie sich fest und ein ausgebreitetes Geschirrtuch sogen sie so weit ein, dass die Motoren blockierten.

Grenzen setzen

Saugroboter Test
Elektrolux Trilobite mit Ladestation

Gefahr droht dem Trilobite an Treppen. Werden sie nicht mit Magnetstreifen gesichert, droht der Absturz. Entwischt das Gerät aus einem Raum, in dem es mit seiner Ladestation eingesetzt wurde, kann es ebenfalls die Orientierung verlieren. Auch hier muss man ihm mit Magnetstreifen Grenzen setzen. Der RC 3000 von Kärcher nutzt zum Navigieren überwiegend eine sensible Stoßsensorik. Vor dem Absturz an Treppen schützen ihn optische Fühler.

Raumpfleger mit Pflegedefiziten

Saugroboter Test
Kärcher RoboCleaner RC 3000 mit Ladestation

An Grenzen anderer Art stoßen beide Raumpfleger: Entlang von Wänden lassen sie einen Schmutzrand liegen. Auf Teppichen und bei Ritzen bleibt viel Staub zurück. Der Trilobite erreicht durch seine breitere Saugöffnung die bessere Flächen­abdeckung. Dagegen tut er sich mit der Faseraufnahme sehr schwer, weil seine Reinigungsrolle aus Gummilaschen besteht, während sich beim RC 3000 eine Bürste dreht. Beide Geräte leisten jedoch auf glatten Hartböden saubere Arbeit.

Zumindest auf Teppichboden wird also der konventionelle Bodenstaubsauger den Robotern noch lange zeigen, wo es langgeht. Nebenbei: Die meisten Menschen bewegen sich schon jetzt zu wenig, da sollten sie ruhig öfter mal spazieren gehen – und sei es mit dem Staubsauger.

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Tabelle: Saugroboter

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