Mückenmittel: Ausgewählt, geprüft, bewertet

test 06/2004

Mückenmittel

Im Test: 25 Mittel gegen Mücken (14 Repellents, 3 Biozidverdampfer, 2 Ultraschallgeräte, 6 Wirkstoffverdampfer).

Einkauf: Juli bis September 2003.

Preise: Anbieterbefragung im März 2004.

Abwertung

Das test-Qualitätsurteil kann höchstens eine halbe Note besser sein als Wirksamkeit. Bei „mangelhafter“ Wirksamkeit oder „mangelhaften“ Gesundheitseigenschaften kann das test-Qualitätsurteil nicht besser sein.

Wirksamkeit: 55%

Mittel zum Einreiben (Repellents): In einem gut lüftbaren, geschlossenen Testraum (23 °C ±2 °C, 65 % ±5% relativer Luftfeuchte) wurden, je nach Mückenart, 30 bis 50 weibliche Stechmücken (Aedes aegypti, Culex quinquefasciatus, Anopheles stephensi) ausgesetzt. Die Körper der je 5 Prüfpersonen wurden durch Schutz­kleidung abgedeckt. Lediglich der Unterarm wurde gemäß Gebrauchsanweisung mit 2 ml eines Repellents behandelt. Nach 15 Min. begab sich die Prüfperson in den Test­raum. Abbruchkriterium: mehr als 4 Stiche in 10 Min. Stündliche Wiederholung.

Die Wirkstoffverdampfer und Ultraschallgeräte wurden gemäß Anleitung im Testraum in Betrieb genommen. Nach 30 Min. betraten die Probanden den Raum, setzten sich nah zur Quelle und exponierten ihren Arm für 10 Min. Die Wirkung wurde stündlich überprüft, bis mehr als 4 Stiche eintraten.

Biozidverdampfer: Da sie die Mücken töten sollen, erfolgte hier ein zusätzliches Testverfahren: In einem Test­raum von etwa 35 m3 wurde ein Käfig mit 200 Mücken aufgehängt und das jeweilige Produkt nach Herstellerangaben ausgebracht. Zusätzlich wurden zur Ermittlung der repellierenden Wirkung je nach Mückenart 30 bzw. 50 weibliche Stechmücken frei­gelassen. Nach 30 Min. betrat die Prüfperson den Raum und ermittelte die Stechfreudigkeit am Unterarm über 10 Minuten. Anschließend wurde ermittelt, wie viele Mücken bewegungsunfähig waren („Knock-down-­Effekt“). Nach 2 Std. wurde der Käfig aus dem Test­raum genommen und in einem wirkstofffreien Raum gelagert. Nach weiteren 6 Std. wurden wiederum 200 Stechmücken im Käfig sowie 30 bzw. 50 frei fliegende Mücken ausgesetzt. Nach 30 Min. betrat die Prüfperson wieder den Test­raum: Stechfreudigkeit am Unterarm über 10 Min. ermittelt. Nach weiteren 2 Std. wurde der Käfig aus dem Testraum genommen, in einem wirkstofffreien Raum gelagert. Nach 24 Std. in wirkstofffreiem Raum: Erholung der Mücken kontrolliert, Tote gezählt („Knock-dead-Effekt“).

Die Stechlust der Mücken wurde vor und während der Versuche bei allen Mitteln stichprobenartig an einem unbehandelten Arm ermittelt.

Gesundheitseigenschaften: 25%

Beurteilt wurden die Gesundheitsrisiken der Wirkstoffe sowie die Geruchsbelästigung.

Handhabung: 10% (20%)

Angabe in Klammern für Ultraschallgeräte und Wirkstoffverdampfer. Gebrauchsanleitungen von fünf Personen auf Übersichtlichkeit, Lesbarkeit und Verständlichkeit geprüft. Angaben zu Anwendungsbereich, Wirksamkeitsdauer, sparsamer Dosierung, Lagerung, Haltbarkeit, Gesundheitsrisiken, Sicherheit und Entsorgung wurden beurteilt. Darüber hinaus wurden Entnehmen, Ausbringen und Hautgefühl bewertet.

Textilschonung: 10%

Auf drei weiße und drei farbige Gewebe (100 % Baumwolle bei 60 °C waschbar, 100 % Polyester, Mischung aus Polyamid und Triacetat) wurde jeweils 1 ml der Repellents aufgebracht. Nach einer 24-h-Lagerung bei 23°C ± 2°C und 65% ± 5% rel. Luftfeuchte wurde die Verfleckungsintensität bzw. Bleichwirkung visuell beurteilt. Nach anschließendem Waschen in einer Wasch­maschine gemäß Kennzeichnung mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel bzw. Colorwaschmittel wurden die Flecken abermals visuell beurteilt.

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