Penny-Rückruf nach Schnelltest: Sicherheit geht vor
22.09.2008
Unmittelbar nach Veröffentlichung des test.de-Schnelltests zur elektrischen Kettensäge aus dem Angebot letzter Woche hat Discounter Penny den Verkauf gestoppt. Grund: Die Kettenbremse löst nicht zuverlässig aus. Das kann zu schweren Verletzungen führen.
Discounter reagierte sofort
Penny reagierte sofort. Das Unternehmen räumte die gefährliche Aktionsware aus den Läden und warnt unter Hinweis auf das Schnelltestergebnis vor der Benutzung bereits verkaufter Kettensägen. Den Kaufpreis erstattet der Discounter gegen Rückgabe der Säge auch ohne Vorlage des Kassenbons.
Entdeckung im test-Labor
Hintergrund: Bei Benzin-Kettensägen ist eine Sicherheitsvorrichtung gegen den so genannten „Kickback“ Vorschrift. Die Sägekette muss innerhalb von Sekundenbruchteilen stoppen, wenn der Benutzer nach einem oft durch Verhaken der Kette ausgelösten Ruck die Kontrolle über die Säge verliert. Formal gilt diese Norm für Elektrokettensägen nicht. In der Branche ist jedoch anerkannt: Die Notbremsung beim Kickback ist auch bei Elektro-Geräten Stand der Technik. Bei der Kettensäge aus dem Penny-Angebot blieb die Notbremsung der Kette jedoch aus. Selbst bei Verreißen des Geräts mit hoher Beschleunigung lief die Kette weiter. Nach Angaben des Discounters sei der Mangel trotz „strenger intensiver Qualitätskontrollen“ zunächst nicht aufgefallen. Erst die test-Ingenieure entdeckten den gefährlichen Fehler.
Im Schnelltest: Elektrokettensäge von Penny
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen