Ökodesignrichtlinie: Strenger bei Standby
Ab 2010 dürfen Büro- und Haushaltsgeräte im Standby nicht mehr als 1 Watt Strom verbrauchen, Modelle mit Informationsanzeige nicht mehr als 2 Watt. Das hat die EU-Kommission beschlossen und soll voraussichtlich Ende des Jahres in Kraft treten. Damit werden erstmals konkrete Mindeststandards im Rahmen der „Ökodesignrichtlinie“ festgelegt. Sie gilt seit 2005. Ihr Ziel ist es, durch Konstruktion und besseres Design die Umweltbelastungen energiebetriebener Produkte wie Computer, Waschmaschinen oder Lampen zu mindern.
Die Begrenzung der Leerlaufverluste würde allein in Deutschland den Stromverbrauch um mehr als 6 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr senken, so das Umweltbundesamt. Das entspricht knapp 4 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Die Nutzer könnten jährlich rund 1,2 Milliarden Euro Stromkosten sparen. Die Ökodesignrichtlinie soll auch auf Produkte ausgeweitet werden, die selbst keine Energie verbrauchen, aber Energie sparen können, zum Beispiel Fenster, Duschköpfe oder Wärmedämmstoffe.
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