Zahnpasta für weiße Zähne: Die besten für Ihre Zähne
08.04.2011
Strahlend weiße Zähne – wer möchte die nicht? Deswegen sind Zahnpasten für weiße Zähne zurzeit besonders gefragt. test hat 21 dieser Spezialzahncremes für die tägliche Anwendung untersucht. Ergebnis: Die Werbung für Zahnpasten verspricht viel. Oft zu viel.
Wunder nicht möglich
Zunächst einmal: Wunder darf der Nutzer von den Weißmacher-Zahncremes nicht erwarten. Von Natur aus gelbliche Zähne machen sie nicht weißer. Im besten Fall wird die ursprüngliche Naturfarbe wieder etwas aufgefrischt. Zähne können sich auch durch innere Prozesse verfärben, zum Beispiel mit dem Älterwerden oder durch Verletzungen. Gegen diese Verfärbungen sind Zahnpasten machtlos. Hier kann nur noch der Zahnarzt helfen, manchmal mit speziellen Bleichmitteln.
Beläge entfernen klappt gut bis sehr gut
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Hartnäckige Verfärbungen können die getesteten Weißmacher-Zahnpasten hingegen mindestens gut, wenn nicht sogar sehr gut entfernen. Die meist bräunlich-schwarzen Beläge werden vor allem durch Pigmente aus Nahrungs- und Genussmitteln verursacht, zum Beispiel durch Tee, Rotwein oder Nikotin. Die reinigende Wirkung verdanken die Weißmacher-Zahnpasten nicht etwa Bleichmitteln, sondern vor allem den eingesetzten Putzkörpern, in der Fachsprache Abrasivstoffe genannt. Die sollen die Verfärbungen abschmirgeln, ohne Zähne und Zahnfleisch zu schädigen. Gesundem Zahnschmelz können die Putzkörper auch nichts anhaben. Schließlich ist er die härteste Substanz im menschlichen Körper.
Test an empfindlichen Stellen
Die Tester bestimmten den Abrieb (Abrasivität) aber für das empfindlichere Zahnbein (Dentin). Normalerweise ist dieser Bereich unterhalb des Zahnfleischsaums vor Kontakt mit Zahnpasta geschützt. Mit zunehmendem Alter oder als Folge von zu aggressivem Putzen kann sich das Zahnfleisch aber zurückziehen. Wenn dann die Zahnhälse freiliegen, sind das Dentin beziehungsweise das noch weichere Wurzelzement den schmirgelnden Putzkörpern schutzlos ausgeliefert. Dann heißt es Vorsicht bei der Wahl der richtigen Zahnpasta.
Die Besten für gesunde Zähne
Bei gesundem Zahnschmelz sind auch Zahnpasten mit hohem Abrieb nicht zu aggressiv. Eine sehr gute Reinigung bei hohem Abrieb bietet die Lidl/Dentalux Seidenweiss Plus Complex 3. Mit 44 Cent pro 100 Milliliter ist sie auch sehr preiswert. Wer es etwas sanfter mag: Etliche reinigten schon mit mittlerem Abrieb sehr gut: blend-a-med Pro Expert Zahnschmelzschild, blend-a-med 3 D white, Sensodyne Proschmelz Sanftes Zahnweiss und Theramed Perfect Anti-Verfärbungszahncreme. Alle beugen der Karies durch Fluorid sehr gut vor.
Die Beste für freiliegende Zahnhälse
Bei defekten Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen empfiehlt sich vor allem die Naturkosmetik-Zahncreme Vitadent. Sie kostet je 100 Milliliter 2,65 Euro. Sie reinigt gut bei niedrigem Abrieb und bietet gleichzeitig eine sehr gute Kariesprophylaxe durch Fluorid.
Kein guter Kariesschutz bei teuersten Zahncremes
Fast jede Zahncreme enthält Fluoride. Sie sind die bedeutendsten Wirkstoffe in Zahnpasten, beugen Karies vor und können sogar beginnende Schwachstellen im Schmelz „reparieren“. Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem Konzentration und Art des Fluorids sowie der pH-Wert. Danach haben die Tester die Zahnpasten auch bewertet. Fast alle beugen der Karies durch Fluorid gut oder sogar sehr gut vor. Nur die teuersten Zahncremes im Test, Rembrandt Plus Premium Whitening Zahncreme und Perlweiss Professional Dental Repair & White sind nicht besser als befriedigend. Rembrandt enthält Natriummonofluorphosphat, das nicht so wirksam ist wie Natriumfluorid. Perlweiss enthält relativ wenig Fluorid.
Minuspunkte für übertriebene Werbung
Die Werbung für Zahnpasten verspricht oft zu viel. Nicht nur, wenn es um das Weiß der Zähne geht. Die Werbetexter übertreiben auch dann gern, wenn sie die Wirkungen auf Parodontitis, Plaque oder Gingivitis bejubeln. Häufig tun sie so, als enthielten ihre Zahncremes Spezialstoffe gegen alle möglichen Probleme rund um Zähne und Mundhöhle. Das stimmt aber oft nicht. Die Tester bescheinigten besondere Effekte nur, wenn die Wirksamkeit der eingesetzten Substanzen eindeutig belegt ist. Übertriebene Versprechen führten zu Minuspunkten in der Deklaration.
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