Vernetzte Pflegeberatung: Sachsen-Anhalt und Sachsen verzichten
Ein anderer Weg. Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich für einen anderen Weg entschieden und bieten keine Pflegestützpunkte an, sondern eine „vernetzte Pflegeberatung“. Ihr Ziel ist es, bestehende Strukturen zu nutzen, auszubauen und zu vernetzen. Pflegekassen und Kommunen sollen dabei besser mit anderen Beteiligten wie etwa Pflegeeinrichtungen oder Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Die Pflegeberatung findet weiterhin bei den Pflegekassen und Kommunen, den Kostenträgern, statt. Hier gibt der Pflegeberater dem Pflegebedürftigen Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung und der Kommunen und nennt relevante Stellen und Ansprechpartner.
Eine zusätzliche Hilfe. Ergänzend dazu gibt es die Internetportale www.pflegenetz.sachsen.de und www.pflegeberatung-sachsen-anhalt.de. Hier können Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Datenbanken nach Adressen von Pflegeeinrichtungen und anderen Dienstleistern suchen.
Eine sächsische Hotline. Auf der Internetseite www.pflegenetz.sachsen.de ist zusätzlich die Nummer einer Pflegehotline zu finden. Unter 0 180 2/46 00 46 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz) soll Ratsuchenden geholfen werden.
Zwei verdeckte Anrufe. Zwei Beratungsanfragen zeigten, dass die Hotline ihrer Lotsenfunktion in diesen Fällen nicht gerecht wurde. Die Mitarbeiter am Telefon stellten kaum eine Frage zum Pflege- und Unterstützungsbedarf. So konnten sie bis auf den Verweis auf die Pflegekasse auch kaum relevante Ansprechpartner nennen. Unsere Ratsuchenden bekamen hier nur einige Adressen und allgemeine Informationen. Weitergehende Hilfen und Informationen gab es nicht.
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