Kleine Geschichte des Rasierens: Ein schmerzhaftes Spektakel
Alexander der Große: Stets glatt rasiert, führte Alexander der Große die Bartlosigkeit im 4. Jahrhundert vor Christus in die hellenistische Welt ein. Von dort eroberte die Mode bald den übrigen Mittelmeerraum. Um 300 vor Christus begannen auch die Römer, ihren Vollbart abzunehmen.
Seifenschaum: Im Mittelalter mit seinen derben Klingen galten auch Männer als rasiert, die nur sechsmal im Jahr Hand anlegten. Oft geriet die Rasur zum blutigen Spektakel. Lange Zeit ging es dem Mann ohne Seifenschaum an den Kragen. Der wurde erst im 15. Jahrhundert erfunden.
Barbiere: Die ersten Barbiere organisierten sich im Mittelalter in Handwerkszünften. Sie hatten einen guten Stand. Nicht zuletzt, weil die Klingen immer schärfer wurden.
Mangelnde Hygiene: Sie brachte die Barbierstuben Ende des 19. Jahrhunderts in Verruf. Aus Furcht vor Bartflechte und anderen Hautkrankheiten nahm der Mann die Sache wieder selbst in die Hand. Tiefe Schnitte waren an der Tagesordnung.
King C. Gillette: Das war die Stunde des amerikanischen Erfinders King C. Gillette. Er suchte schon lange nach einem Produkt, das jedermann brauchen würde, aber nach einmaliger Nutzung wegwerfen müsste. Als er sich mal wieder über eine stumpfe Klinge ärgerte, kam ihm die Idee vom Einwegrasierer, besagt die Legende.
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