Nassrasierer : Die schärfsten Klingen
23.12.2010
Im Test treten an: 42 Nassrasierer für Männer – vom billigen Einwegschaber bis zum vibrierenden Hightech-Schersystem. Klingenblöcke mit bis zu sechs Messern sollen den Bart des Mannes porentief und hautschonend entfernen. Gillette gewinnt das Duell gegen Wilkinson deutlich.
Nassrasierer: komplexe Systeme
Gillette und Wilkinson Sword heißen die beiden großen Namen am Nassrasierermarkt. Sie ringen um die beste Klingenkonstruktion. Denn die Scherköpfe moderner Nassrasierer sind komplexe Systeme: Sie bieten bis zu sechs Klingen hintereinander und oft einen separaten Konturenschneider an der Oberkante. Der lässt sich besonders gut an den Koteletten oder unter der Nase einsetzen. Ein Hautstraffer, eine Gummilamelle und ein Gleitstreifen neben dem Klingenblock gehören inzwischen zur üblichen Ausstattung.
Gillette: gleich fünf Rasierer vorn
Im Test hat Gillette die Nase vorn: Gleich fünf Typen liegen vor dem Topmodell Hydro 5 von Wilkinson. Unter den fünf besten Rasierern befinden sich die beiden sehr guten Gillette-Modelle Fusion Proglide und Fusion Proglide Power. Der Proglide Power lässt den Scherkopf auf Knopfdruck batteriebetrieben vibrieren. Das jedoch ist nicht der Grund, dass er eine Idee besser abschneidet als der Proglide ohne Batterie. Das Schersystem unterscheidet sich. Ein Mikrokamm vor dem Klingenblock fädelt beim Proglide Power die Barthaare ein und liefert sie ans Messer. Das beste Modell des Konkurrenten Wilkinson Sword, der Hydro 5, folgt gleich hinter den Gillette-Rasierern. Nur 0,1 Notenpunkte schlechter und dazu deutlich günstiger sind die besten Discounter-Nassrasierer: Die guten Balea men Revolution 5.1 von dm und Cerrus Pace 6 von Rossmann sowie deren baugleiche Modelle.
Bart: Flaum und Kupferdraht
Der Test war anspruchsvoll: 55 Prüfpersonen boten alle möglichen Varianten männlichen Bartwuchses, vom weichen Flaum bis zu Bartstoppeln wie aus Kupferdraht. Die Tester bewerteten Probanden mit normalem bis etwas stärkerem Bartwuchs und normaler bis etwas sensiblerer Haut. Die Frage nach der Haltbarkeit der Klingen lässt sich nicht pauschal beantworten. Zu unterschiedlich ist die Beschaffenheit der Bärte. Dennoch halten die Klingen bei einigen Rasierern weniger lange durch. Urteil im Prüfpunkt Haltbarkeit bei ihnen: nur ausreichend. Das führt zur Abwertung des test-Qualitätsurteils.
Gillette Proglide: sehr gut zur Haut
Nach der täglichen Rasur beurteilten die Probanden und ein Fachmann die Gründlichkeit der Rasur an den unterschiedlichen Gesichtspartien, etwa an Wange, Kinn und Hals. Eine sehr gute Hautschonung bieten nur die beiden Fusion-Proglide-Modelle von Gillette, bei den Einwegklingen schont nur der Wilkinson Sword Xtreme3 die Haut gut.
Einwegrasierer: Schwächen
Die Einwegrasierer schneiden im Test schlechter ab als die Systemrasierer mit Wechselklingen. Der Wilkinson Sword Xtreme3 Sensitive schafft als einziger noch ein knappes Gut. Hier muss sich Konkurrent Gillette beim Rasierkomfort knapp geschlagen geben. Seine Modelle Sensor3 und Blue3 sensitive verpassten beim Rasieren und in der Hautschonung beide die Note Gut nur haarscharf. Bei den übrigen Einwegrasierern bemängelten die Probanden die schlechtere Rasierleistung und oft auch die Unhandlichkeit der Rasierer.
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