Verhütungsmittel Implanon: Ungewollt schwanger
Implanon ist seit Juni 2000 in Deutschland auf dem Markt. Es enthält das neuartige Gestagen Etonogestrel. Das vier Zentimeter lange, zwei Millimeter dünne Stäbchen wird an der Innenseite des Oberarms implantiert. Es soll täglich eine bestimmte Menge des Hormons freisetzen – und über etwa drei Jahre verhüten. Laut „arznei-telegramm“ liegen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 101 Meldungen zu ungewollten Schwangerschaften und Aborten im Zusammenhang mit Implanon vor. Als Ursache wird fehlerhaftes Einsetzen genannt. Seit 2005 finden sich in der Fachinformation Hinweise auf korrektes Einsetzen. Empfehlungen:
- Laut Hersteller sollten Ärzte, die Implanon verschreiben, an einem Implantiertraining teilnehmen.
- Der Arzt muss das Präparat nach dem Einsetzen lokalisieren können.
- Das Risikoprofil des Wirkstoffs ist noch nicht abschließend geklärt; deshalb keine uneingeschränkte Empfehlung.
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