Verhütungsmittel Implanon: Ungewollt schwanger

Verhütungsmittel Implanon Meldung

test 01/2006

Implanon ist seit Juni 2000 in Deutschland auf dem Markt. Es enthält das neuartige Gestagen Etonoges­trel. Das vier Zentimeter lange, zwei Millimeter dünne Stäbchen wird an der Innenseite des Oberarms implantiert. Es soll täglich eine bestimmte Menge des Hormons freisetzen – und über etwa drei Jahre verhüten. Laut „arznei-telegramm“ liegen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin­produkte 101 Meldungen zu ungewollten Schwangerschaften und Aborten im Zusammenhang mit Implanon vor. Als Ursache wird fehlerhaftes Einsetzen genannt. Seit 2005 finden sich in der Fach­information Hinweise auf korrektes Einsetzen. Empfehlungen:

  • Laut Hersteller sollten Ärzte, die Implanon verschreiben, an einem Implantiertraining teilnehmen.
  • Der Arzt muss das Präparat nach dem Einsetzen lokalisieren können.
  • Das Risikoprofil des Wirkstoffs ist noch nicht ab­schließend geklärt; deshalb keine un­ein­geschränkte Empfehlung.

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