Schlafstörungen: Erkennen und konsequent behandeln

Schlafstörungen Meldung

test 11/2001

Nach knapp vier Jahren nehmen bei Schlafgestörten Depressionen, Angsterkrankungen, Alkoholmissbrauch oder Drogenabhängigkeit drastisch zu. Das belegt eine Studie. Über die Hälfte aller Autounfälle werden danach von Schlafgestörten verursacht. Das Problem rasch zu behandeln, ist also erforderlich. Auf einem Kongress in Baden-Baden stellte Professor Göran Hajak von der Universität Regensburg fest, dass genau das in Deutschland aber viel zu selten geschehe: Weniger als die Hälfte aller Depressionen werden erkannt und ­ wie auch weltweit ­ nur ein Drittel der Schlaf- und Angststörungen. Problematisch sei allerdings, dass sich die Deutschen bei einer Depression ungern medikamentös behandeln ließen; nur 15 Prozent wollen Medikamente nehmen.

Eine bundesweite Untersuchung des Max-Planck-Instituts in 412 Hausarztpraxen ergab: Fast elf Prozent aller Patienten leiden unter einer leichtgradigen Depression ­ vor allem Frauen und Menschen im höheren Lebensalter. Alarmierend: Hausärzte erkennen oft das Krankheitsbild nicht.

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