Bluthochdruck (Hypertonie): Größerer Einfluss auf Erkrankungen

Bluthochdruck (Hypertonie) Meldung

test 02/2002

Studien zeigen: Bereits der Blutdruck im Grenzbereich zum Bluthochdruck hat einen wesentlich höheren Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit als früher vermutet wurde. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) niedrigere Grenzwerte festgelegt: Bereits grenzwertig sind Blutdrücke von systolisch 140 ­ 149 zu diastolisch 90 ­ 94 Millimeter Quecksilbersäule.

Jährliche Kontrollen werden schon ab 130 ­ 139 / 85 ­ 89 ("noch normal") empfohlen. Neben Untersuchungsfehlern können Aufgeregtheit, Nikotin- und Koffeingenuss kurz vor der Messung das Ergebnis verfälschen. Voraussetzung für die Diagnose und die Beurteilung der Schwere der Hypertonie sind laut WHO mindestens drei korrekte Blutdruckmessungen an zwei verschiedenen Tagen. Nach unseren Erfahrungen beim Test von Blutdruckmessgeräten empfehlen sich Messreihen über einen längeren Zeitraum.

Ein leichter Bluthochdruck (Schweregrad 1) liegt bei 140 ­ 159 / 90 ­ 99, eine mittelschwere Hypertonie bei 160 ­ 179 / 100 ­ 109, eine schwere bei 180 / 110 und mehr. Bei Diabetes mellitus werden auch leichte Formen des Bluthochdrucks mit Medikamenten behandelt und es wird versucht, den Blutdruck in den normalen Bereich (130 / 85), bei Nierenschäden sogar in den optimalen Bereich hinein (120 / 80) zu senken.

Auch hoher Blutdruck, der vor einer Messung durch den Arzt einsetzt ("Weißkittelhochdruck"), kann auf Gefäßveränderungen hinweisen und sollte vorbeugend behandelt werden, schlussfolgert Dr. Anna Grandi von der italienischen Universität Varese nach einer Studie.

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (0)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Weitere Angebote