Augenbrauen: Viel Zupfen hat Folgen

Augenbrauen Meldung
Mut zum natürlichen Haarwuchs: Zusammengewachsene Brauen à la Frida Kahlo.

test 05/2003

Damit fein geschwungene Augenbrauen das Gesicht zieren, muss meist eine Pinzette nachhelfen. Durch das Zupfen werden die einzelnen Härchen samt Wurzel ausgerissen. Zurück bleibt ein zwiebelartiges Ende, die Haarpapille. Die braucht dann bis zu sechs Wochen, um sich zu regenerieren und eine neue Haarwurzel samt nachwachsendem Haar an den Nährstoffkreislauf anzubinden.

Häufiges Zupfen zerstört aber den Erneuerungsmechanismus. Durch den un­natürlichen Eingriff wird die Papille jedesmal verletzt und Zellen werden herausgerissen. Die Folge: Die Papille ver­narbt, die Haare wachsen nicht mehr nach. Außerdem sind die Haarpapillen über den Augen viel empfindlicher als zum Beispiel auf dem Kopf. Wer sich also für einen extrem feinen Brauenstrich entscheidet, riskiert, dass sich die Brauenhaare irgendwann nicht mehr erneuern. Die dünne Linie bleibt für immer – unabhängig von den Launen der Mode. Wer seine Brauen eher natürlich wachsen lässt, kann sich auf die physiologische Funktion berufen: Sie sollen Schweiß von der Stirn seitwärts ableiten, damit der nicht in die Augen gelangt.

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