Axa Twinstar: Die Riester-Rente aus Irland

finanztest 11/2009

Riestern mit Fonds

Über seine irische Tochter Axa Life ­Europe Limited bietet der Kölner ­Versicherer Axa die Riester-Rentenversicherungen „TwinStar Rente Klassik“ und „TwinStar Rente Klassik +“ in Deutschland an. Beides sind jedoch keine klassischen Produkte nach deutscher Art mit Garantiezins und weitgehend festverzinslicher Geldanlage. Vielmehr handelt es sich um Fondspolicen mit Mindestgarantie.

In der Ansparphase verteilen Fondsmanager das Kundengeld auf vier Investmentfonds. In der Plus-Variante ist der Anteil des Geldes, der in aktienorientierte Fonds fließt, etwas höher als in der reinen Klassik-Variante.

Kunden erhalten anfangs eine im Vergleich recht hohe Rentenzusage, denn Axa kann in Irland mit einem höheren Zins rechnen. Deutsche Versicherer dürfen für ihre klassischen Produkte nur 2,25 Prozent Zins auf den Sparanteil im Beitrag garantieren. Bei ihnen erhöht sich die Garantie jedoch in der Einzahlungsphase, wenn das Unternehmen Überschüsse erwirtschaftet, bei den Twinstar-Produkten nicht.

Der Kunde wählt bei Rentenbeginn zwischen einer „Investmentrente“ und der „Garantierente“ aus der Rentenzusage. Ist die Investmentrente höher, wird er diese nehmen, sonst die Garan­tierente. Die Garantierente bleibt immer gleich hoch. Nur die Investmentrente würde steigen, aktuell aber nur geringfügig. Bei deutschen Produkten ist der Rentenanstieg oft viel höher.

Die Fonds, in die investiert wird, schneiden im Finanztest-Fondsdauertest fast alle nur durchschnittlich ab (siehe www.test.de/fondsfinder). Sollte das Investment gut laufen, zweigt der Versicherer aber noch eine Erfolgsgebühr für sich ab.

Wer einen Twinstar-Vertrag hat, sollte überlegen, ihn beitragsfrei zu stellen. Für Fonds zahlen Sparer besser in einen guten Riester-Fondssparplan ohne hohe Versicherungskosten ein. Sicherheit pur bieten Riester-Banksparpläne.

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