Nigeria-Connection: Immer mehr Opfer

finanztest 10/2002

In den vergangenen Wochen sind ­Finanztest-Lesern wieder vermehrt betrügerische Geschäfte von der so genannten Nigeria-Connection vorge­schlagen worden. Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg registriert immer mehr Opfer.

Wie mehrfach berichtet, schreiben die Kriminellen ihre Opfer per E-Mail an und schlagen Geschäfte vor, in denen es um den Transfer von mehreren Millionen US-Dollar geht. Das Geld soll aus Afrika ins sichere Ausland transferiert werden. Die Angeschriebenen sollen ihr Girokonto für die Transaktion zur Verfügung stellen. Als Vergütung wird ihnen eine Belohnung von meist 30 Prozent der Transfersumme in Aussicht gestellt.

Zuvor sollen die Angeschriebenen Geld vorschießen, das angeblich für Verwaltungs- und Überweisungsgebühren benötigt wird. Dieses Geld sehen die Angeschriebenen nach Angaben der Polizei nicht wieder. Nach Schätzungen der Behörden haben die Kriminellen bereits weit über 100 Millionen US-Dollar bei deutschen Bürgern kassiert.

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