Finanztest Jubiläums-Chat: 20 Jahre Finanztest
15.12.2010
Leser profitieren seit 20 Jahren von Tests und Tipps in Finanztest. Zum Geburtstag antworten Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Chef der Untersuchungsabteilung, und Blattmacher Heinz Landwehr auf Leserfragen im Chat.
Finanztest Geburtstags-Chat
Moderator: Herzlich willkommen zum test.de-Expertenchat. Passend zur Vorweihnachtszeit haben wir heute ein ganz besonderes Thema mit ganz besonderen Gästen: Seit 20 Jahren profitieren Leser von Tests und Tipps in Finanztest. Zum Geburtstag beantworten daher Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Chef der Untersuchungsabteilung, und Blattmacher Heinz Landwehr Ihre Fragen.
Moderator: Liebe Chatterinnen und Chatter, bevor der Chat startet, hier noch Antworten auf häufig an uns gestellte Fragen. Dies ist ein moderierter Chat! Ihre Fragen werden von den Moderatoren an die Finanztest-Experten weitergeleitet. Uns erreicht häufig eine große Zahl von Fragen. Wir können den Finanztest-Experten nicht alle stellen, dafür bitten wir um Verständnis! Wenn Sie mehrere Fragen haben, stellen Sie diese bitte einzeln nacheinander! Ganz wichtig: Präzise Fragen haben eine größere Chance, ausgewählt zu werden. Warum? Weil wir wollen, dass unsere Finanztest-Experten genauso präzise antworten! :-) Wenn Sie nachhaken möchten, nennen Sie bitte auch in einem Stichwort die Frage oder die Antwort auf die Sie sich beziehen. Und nun viel Spaß beim Chat, der um 13.00 Uhr startet! Stellen Sie jetzt Ihre Fragen, wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
Moderator: So, es ist jetzt 13 Uhr. Hier im Chat begrüße ich jetzt Hermann-Josef Tenhagen, Heinz Landwehr und Stephan Kühnlenz. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und die Fragen unserer Chatterinnen und Chatter beantworten. Gleich die erste Frage an unsere Gäste: Wie sieht es aus, wollen wir starten?
Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Heinz Landwehr: Gerne!
Moderator: Im Vorfeld des Live-Chats hatten die Userinnen und User bereits die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Fragen anderer zu bewerten. Hier kommt die Frage, die von den test.de-Leserinnen und Lesern auf Platz eins gewählt worden ist:
Finanzportale verkaufen Adressen
Stefan: Hallo liebe Experten, es gibt immer mehr Informations- u. Finanzvergleichsportale. Wem kann man als Ottonormalverbraucher eigentlich trauen?
Hermann-Josef Tenhagen: Man kann natürlich der Stiftung Warentest trauen. Das Wichtige ist, diese Finanzportale leben davon, dass sie ihre Dienstleistungen verkaufen. Sie verkaufen diese normalerweise aber nicht an die Leser oder Nutzer, sondern sie verkaufen die Adresse, die ein Nutzer eingibt, und bekommen dafür eine Provision. Das ist nicht die Geschäftsidee im Sinne des Kunden, sondern im Sinne des Verkäufers.
Heinz Landwehr: Sie sollten vielleicht auch einmal schauen, welche Angebote überhaupt im Vergleich sind. Häufig vergleichen solche Portale nur die Angebote, bei denen sie möglichst viel Provision bekommen.
Pommer: Wie unabhängig sind eigentlich Verbraucherportale im Internet, zum Beispiel VERIVOX und ähnliche?
Stephan Kühnlenz: Wir haben VERIVOX als sehr gut getestet. Die verdienen allerdings an der Vermittlung der analysierten Stromtarife. Über die Höhe der bezahlten Provisionen haben wir keine Detailinformationen.
Die Konkurrenz lebt von Anzeigen
Barnie: Gibt es eigentlich ein Konkurrenzblatt, von dem Sie sich besonders absetzen wollen, z.B. inhaltlich?
Heinz Landwehr: Ja, es gibt unter anderem ein Konkurrenzblatt mit ähnlichem Namen: Ökotest. Wird von vielen Kunden am Kiosk verwechselt. Aber Ökotest kommt eben nicht von der Stiftung Warentest.
Hermann-Josef Tenhagen: Es lebt auch von Anzeigen und der Verlag gehört zu fast zwei Dritteln der SPD.
Pflege, Rechtsschutz- und Unfallversicherung auf dem Plan
Marianne: Welche großen Themen sind für 2011 geplant?
Stephan Kühnlenz: Sichere Geldanlage wird wieder Thema sein.
Heinz Landwehr: Weitere große Themen: Berufsunfähigkeitsversicherung, Rechtsschutzversicherung. Außerdem wollen wir Kreditkarten testen und den Blick darauf legen, wie gut die Zusatzversicherungen sind, die mit Kreditkarten verbunden sind, wie Reiseversicherungen. Ebenfalls steht ein Test der Unfallversicherungen an und wir werden wieder jede Menge Tests zu Riesterprodukten haben.
Hermann-Josef Tenhagen: In den vergangenen Wochen haben wir intensiv diskutiert, wie wir mit dem Thema Pflege umgehen wollen. Ein Schwerpunkt soll gesetzt werden beim Thema: Wie sorge ich für meine Eltern vor? Von seniorengerechter Wohnung bis zu der richtigen Pflegetagegeldversicherung.
Moderator: Eine aktuelle Nachfrage:
Hernando: Nachfrage zu „Ökotest“: Warum sehen Sie die SPD-Eigentümerschaft des Verlags als Problem?
Hermann-Josef Tenhagen: Die SPD-Eigentümerschaft ist kein Problem. Es ist nur ein anderer Verlag mit einem anderen Geschäftsmodell.
Invaliditätsversicherung zahlt auch bei Behinderung
Moderator: Diese Tests wünschen sich die User für 2011:
KarstenKaldun: Ein Test von Kinder-Unfallversicherungen wäre wieder einmal interessant.
Stephan Kühnlenz: Haben wir schon einmal gemacht, findet man auf test.de.
Heinz Landwehr: Vor allem aber haben wir Kinderinvaliditätsversicherungen getestet. Der Unterschied: Die Invaliditätsversicherung zahlt auch bei einer Behinderung aufgrund einer Krankheit und ist deshalb wesentlich sinnvoller.
Hermann-Josef Tenhagen: Behinderungen aufgrund von Krankheit sind 20-mal so häufig wie die aufgrund von Unfällen.
Luisa2004: Wann werden wieder Rauchmelder getestet? Der letzte Test hierzu ist aus 2002?
Hermann-Josef Tenhagen: Das können Sie unter test@stiftung-warentest.de nachfragen.
Leser und Fachleute bestimmen Testkriterien mit
Mojo: Wie nehmen Sie die des Öfteren auftauchende Kritik an Ihren Testkriterien und Bewertungen auf?
Hermann-Josef Tenhagen: Das ist relativ einfach. Wir haben einen Leserservice, der zu jeder Ausgabe von Finanztest zusammenträgt, was unsere Leserinnen und Leser an Anregungen, Kritik und Vorschlägen geschrieben haben. Das fließt in den nächsten Test ein.
Stephan Kühnlenz: Wir besprechen immer die Testdesigns mit Verbrauchervertretern, unabhängigen Fachleuten und mit Vertretern der jeweiligen Branche: Banker und Versicherungsfachleuten.
Heinz Landwehr: Außerdem liegt in einem Teil der Finanztest-Hefte monatlich ein Fragebogen bei, mit dem wir herausfinden wollen, warum das Heft gekauft wurde und wie gut die einzelnen Themen benotet werden. An dieser Bewertung kann sich übrigens auch jeder per Internet beteiligen, per Klick auf die entsprechende Ausgabe.
DMeister: Wie zufrieden sind Sie mit Ihren eigenen Prognosen und Einschätzungen. Was waren die Tops und Flops?
Stephan Kühnlenz: Wir machen keine eigenen Prognosen. Wir bewerten nur das, was wir wirklich messen und sehen können.
Fußball-Zinsen waren nicht zu empfehlen
Jörgen: Young- oder Oldtimer, Hotel-Ressorts oder Fußballaktien – was waren die originellsten Anlagemöglichkeiten, die Sie in den letzten 20 Jahren untersucht haben?
Hermann-Josef Tenhagen: Die originellsten waren sicher Zinsversprechen von Banken im Rahmen der Fußball-WM 2006. Pro Tor der Deutschen Mannschaft sollte der Zins steigen. Unglücklicherweise waren etliche von den Angeboten aber nicht wirklich zu empfehlen.
Heinz Landwehr: Ein weiteres Beispiel war das DAX-Sparbuch der Postbank. Je nachdem, wie gut der Aktienmarkt laufen würde, sollte sich der Zins verändern. Wir haben ausgerechnet, dass auch bei einem dramatischen Aktienboom der Zins auf bescheidenem Sparbuch-Niveau bleiben würde.
Axs: Es wäre sinnvoll, online detailliertere Testergebnisse anzuzeigen. Mir fehlt es manchmal an Transparenz bei einzelnen Benotungen.
Heinz Landwehr: Also ein Tipp ist ein Blick in unsere Rubrik „Ausgewählt, geprüft, bewertet“. Hier beschreiben wir ausführlich, wie wir bei dem Test vorgegangen sind. Andererseits müssen wir auch bei Tabellen im Internet darauf achten, dass sie übersichtlich bleiben.
JST: Warum gab es dieses Jahr kein Finanztest Spezial Geldanlage mit Investmentfonds?
Hermann-Josef Tenhagen: Das mit den Fonds hat so seine Probleme.
Heinz Landwehr: Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage nach den Tabellen in dieser gebündelten Form deutlich abgenommen hat. Deshalb veröffentlichen wir Informationen über Fonds verstärkt im Internet. Dort gibt es die Daten monatlich aktuell.
Filter für komplexe Tabellen kommen öfter
Axs: Bei der Kfz-Versicherung kann man nach diversen Kriterien filtern. Das finde ich sehr gut und wünsche mir das für andere Versicherungstests.
Heinz Landwehr: Das ist ein Fortschritt aus unserer Sicht. Bei Tabellen mit komplexen Daten werden wir das in Zukunft häufiger anbieten.
Mitelhesse: Barrierefreiheit: Was haben Sie geplant, um Finanztest behindertenfreundlicher zu machen, also z.B. mehr Audiodateien?
Hermann-Josef Tenhagen: Bei der Stiftung wird sehr viel Wert darauf gelegt, im Internet die Inhalte möglichst weitgehend barrierefrei zu gestalten.
Engelchen: Was hat sich bei Ihnen in den letzten 20 Jahren technisch und inhaltlich geändert?
Heinz Landwehr: Technisch hat sich natürlich sehr viel verändert. Wir haben unsere ersten Ausgaben im Klebeumbruch hergestellt, das heißt, Grafiker haben Informationen von Texten und Tabellen mühsam zusammengeklebt. Jetzt haben wir ein übergreifendes Redaktionssystem, in dem Grafiker layouten, Redakteure schreiben und Wissenschaftler ihre Daten ablegen und pflegen. Und eine riesige Veränderung ist natürlich das Internet: Unsere Tests sind seit 1998 online abrufbar.
Hermann-Josef Tenhagen: Heinz Landwehr war von Anfang an dabei, der weiß es am besten.
Stephan Kühnlenz: Im Bereich „Untersuchungen“ greifen wir heute viel mehr auf Datenbanken zu. Allerdings müssen wir immer noch viele Daten verdeckt erheben, wenn die Anbieter ihre Mitarbeit verweigern. Die Anzahl der Tarife hat dramatisch zugenommen: Bei Unfallversicherungen gibt es mehrere Tausend Tarife, Fonds analysieren wir über 6 000.
Neues Buch: Grüne Geldanlage
Moderator: Zwischendurch ein Lob von unseren Usern:
MaxMustermann: Ich habe mit großem Interesse das Heft zur grünen Geldanlagen gelesen. Bitte berichten Sie weiter über das Thema.
Hermann-Josef Tenhagen: Wir haben gerade ein Buch zu grünen Geldanlagen veröffentlicht. In der aktuellen Ausgabe haben wir eine Untersuchung zu Investitionen von Riester-Geldern in Streubombenhersteller.
Knut: Haben Sie ihre Arbeitsweise nach der Finanzkrise und dem Vertrauensverlust in die Märkte irgendwie verändert?
Stephan Kühnlenz: Es hat ein Themenwechsel stattgefunden: Es kommen viel mehr Nachfragen nach sicheren Geldanlagen.
Hermann-Josef Tenhagen: Außerdem haben wir die Anlageberatung der Banken kritisch unter die Lupe genommen – mit unerfreulichen Ergebnissen.
Heinz Landwehr: Generell denke ich, dass es nicht ausreicht, nur Produkte zu vergleichen, sondern wir informieren auch stärker darüber, in welcher Lebenssituation welche Anlagen sinnvoll sind und was man auf keinen Fall tun sollte.
Rund 50 Mitarbeiter hat Finanztest
Moderator: Eine aktuelle Nachfrage:
ESchmack: Wenn die zu verarbeitenden Daten so zugenommen haben: Wie hat sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verändert?
Stephan Kühnlenz: Die wissenschaftliche Abteilung hat über 20 Mitarbeiter. Die technische Ausstattung hat sich extrem verbessert, die Anzahl der Mitarbeiter hat sich nur leicht erhöht.
Heinz Landwehr: Zum Hintergrund muss man wissen, dass es bei uns auf der einen Seite eine wissenschaftliche Abteilung gibt, die die Untersuchungen durchführt und dass es eine Redaktion gibt, die die Ergebnisse veröffentlicht. Wir haben zur Zeit 16 Redakteure und fünf Grafiker. Mit Redaktionsassistenz und Verifikation sind wir insgesamt 25. Verifikation bedeutet, dass zwei Mitarbeiter alle Zahlen, Fakten und Zitate vor der Veröffentlichung noch einmal überprüfen.
Banken und Versicherungen reagieren friedlicher
Jörgen: Welche Reaktionen erhalten Sie von den getesteten Institutionen?
Hermann-Josef Tenhagen: Eigentlich ist es so, dass die großen Banken und Versicherungen inzwischen relativ „friedlich“ auf unsere Veröffentlichungen reagieren. Das war nicht immer so!
Nach wie vor haben wir viele juristische Auseinandersetzungen mit Anbietern des Grauen Kapitalmarkts: Dort werden geschlossene Fonds und andere risikoreiche Anlagen an Menschen verkauft, die sich dieses Risiko nicht leisten können und sollten.
Strstm: Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Neugierig gefragt: Wie setzt sich die Finanzierung von Finanztest zusammen?
Hermann-Josef Tenhagen: Die Stiftung Warentest hat einen Jahresetat von 50 Mio. Euro. Davon stammen gut 40 Mio. aus Verkaufserlösen der Zeitschriften Test und Finanztest, aus Buchverkäufen und Verkäufen im Internet. 5 bis 6 Mio. Bundeszuschuss bekommen wir, weil die Stiftung zu Beginn von der Stifterin kein Stiftungskapital erhalten hat und wir trotzdem auch künftig auf Werbung in unseren Publikationen verzichten. Ein bisschen Stiftungskapital haben wir auch, das inzwischen Erträge abwirft.
Stiftung Warentest noch nie auf Schadenersatz verurteilt
Mira: Sind Sie denn schon mal wegen eines Tests verklagt worden?
Hermann-Josef Tenhagen: Wir werden häufiger wegen Tests verklagt. Bislang ist die Stiftung Warentest in ihrer 45-jährigen Geschichte aber noch nie erfolgreich zu Schadenersatz verurteilt worden.
Moderator: Viele Userinnen und User möchten die Gelegenheit heute nutzen, Sie auch noch ein wenig nach Ihrer Expertise zu fragen.
Biggy: Wenn die Eurobonds kommen – Kauftipp?
Hermann-Josef Tenhagen: Wir haben vorhin bereits gesagt, dass wir keine Prognosen abgeben, sondern erst messen und dann bewerten. Deswegen gibt es heute auch keine Empfehlung für oder gegen Eurobonds.
Stephan Kühnlenz: Wenn sie denn kommen, werden wir uns die Rendite anschauen und versuchen, die Risiken abzuschätzen.
Fredo: Apropos Fußballaktien: Wie schätzen Sie das Modell für Anleger generell ein, also unabhängig vom aktuellen Höhenflug des BVB?
Hermann-Josef Tenhagen: Wir empfehlen ja immer, beim Aktien-Investment nicht einzelne Aktien zu kaufen, sondern eine vernünftige Mischung im Depot zu haben, das gilt auch für Fußball-Aktien. Mischung bedeutet hier nicht, verschiedene Fußballclubs, sondern verschiedene Branchen.
Versicherungen für junge Familien
Freebird: Welche Versicherungen sollte eine junge Familie unbedingt haben?
Heinz Landwehr: Eine junge Familie sollte in jedem Fall eine Risikolebensversicherung haben. Sie zahlt, wenn der Versicherte stirbt. Dann ist zumindest das finanzielle Risiko abgesichert. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung notwendig. Pflicht sind eine Krankenversicherung und ggf. eine Kfz-Versicherung.
Hermann-Josef Tenhagen: Wenn das Geld reicht, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufstätige zu empfehlen.
Fernfahrer23: Nachfrage zu den Versicherungen für junge Familien: Welche Versicherungen braucht man eher nicht?
Heinz Landwehr: Eine Hausratversicherung ist jedenfalls kein Muss. Sie wäre höchstens sinnvoll, wenn jemand eine teure Wohnungseinrichtung hat und die Versicherung bezahlen kann. Ebenfalls nicht erste Wahl ist die Unfallversicherung. Sie zahlt nur bei einer Invalidität infolge eines Unfalls. Deshalb ist hier eine Berufsunfähigkeitsversicherung besser, bei der auch die Folgen von Krankheiten abgesichert sind.
Hermann-Josef Tenhagen: Eigentlich sollte man bei einer Versicherung immer überlegen, welche Risiken die eigene Existenz bedrohen und zunächst die absichern, dann fällt eine Glasbruchversicherung automatisch durch den Rost.
Finanztest gibt es in 20 Jahren noch
Moderator: Zum Schluss des Chats werden unsere Experten doch noch nach zwei sehr konkreten Prognosen gefragt:
Knopfi: Wird Ihr Heft 2011 teurer?
Hermann-Josef Tenhagen: Da müssen wir nicht mal prognostizieren: Nein!
CRA: Wie sieht Finanztest in 20 Jahren aus, gibt’s die Infos dann nur noch online?
Hermann-Josef Tenhagen: Da würde ich mich sogar zu einer Prognose hinreißen lassen. Ich glaube, dass es auch in 20 Jahren Finanztest noch geben wird, weil Zeitschriften ihren Nutzern ein anderes Angebot machen als das Internet. Im Internet bekomme ich die Informationen, die ich suche, schnell und gezielt. Finanztest präsentiert Ihnen die Informationen, die unsere Wissenschaftler und Redakteure für wirklich wichtig für Sie halten – auch wenn Sie vorher von diesen Fragen noch gar nichts gewusst haben.
„Wir hören auf die Leser“
Moderator: Zum Abschluss vielleicht noch eine kleine Anekdote:
D3674: Welche Leserbriefe haben Sie zum Schmunzeln gebracht?
Hermann-Josef Tenhagen: Bei unserem letzten Relaunch gab es zwei wesentliche Kritiken der Leserinnen und Leser. Die erste: Der Chefredakteur möge sich neu frisieren! Die zweite: Unsere letzte Seite mit Cartoons sei – anders als wir gedacht hatten – keinesfalls verzichtbar. Wir haben auf unsere Leser gehört!
Moderator: So, die Chat-Zeit ist auch schon fast um: Wollen Sie noch ein kurzes Schlusswort an die User richten?
Heinz Landwehr: Vielen Dank für die interessanten Fragen. Ich möchte noch einmal alle Userinnen und User auffordern, uns auch weiterhin Anregungen und Fragen zu senden, am besten direkt über unsere Kommentarfunktion im Internet unter test.de oder an die E-Mail-Adresse: aufgaben@stiftung-warentest.de.
Stephan Kühnlenz: Dem möchte ich mich anschließen, vielen Dank auch von meiner Seite.
Hermann-Josef Tenhagen: Wenn Sie noch eine inhaltliche Frage schnell loswerden möchten, schicken Sie diese an unseren Leserservice unter finanztest@stiftung-warentest.de. Vielen Dank!
Moderator: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat. Vielen Dank an die User für die vielen Fragen – die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beantworten konnten. Vielen Dank auch an Hermann-Josef Tenhagen, Heinz Landwehr und Stephan Kühnlenz, dass Sie sich die Zeit für die User genommen haben. Das Transkript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de nachlesen. Das Chat-Team wünscht allen noch eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2011.
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