12.10.2005
Ultraschall
Ultraschalluntersuchungen können Veränderungen in inneren Organen sichtbar machen, ohne den Körper zu verletzen. Bei vielen Untersuchungen genügt es, eine Sonde auf die Haut aufzusetzen oder in eine Körperöffnung wie die Scheide einzuführen. Diese Sonde sendet unhörbaren Schall aus. Das menschliche Gehör kann hohe Töne mit etwa bis zu 20 000 Schwingungen pro Sekunde (Hertz) hören, der Bereich darüber mit bis zu einer Milliarde Schwingungen pro Sekunde ist der Bereich des Ultraschalls.
Funktionsweise
Bei einer Ultraschalluntersuchung oder Sonografie werden kurze unhörbare „Töne“ in einem Schallkopf erzeugt. Eine Gelschicht sorgt in der Regel dafür, dass der Schall ohne Verluste in den Körper übertragen werden kann. Die Schallwellen werden im Körper an den Grenzschichten von Geweben und Organen teilweise reflektiert, diese Echos werden dann vom Schallkopf wieder empfangen. Ein Computer kann aus den Verzerrungen und Verzögerungen des eintreffenden Schallechos den Verlauf von Strukturen berechnen, die der „Ton“ auf seinem Weg getroffen hat. Das Ergebnis geben die Geräte praktisch ohne Verzögerung als Schwarz-Weiß-Bild wieder, das auf einem Bildschirm angezeigt, als Video aufgezeichnet oder auf Papier ausgedruckt werden kann. Je nach Schallfrequenz können Strukturen bis zu einem Millimeter Größe erkannt werden, manche Ultraschallgeräte können auch Bewegungen im Körper, beispielsweise fließendes Blut, messen und darstellen.
Flüssigkeitsgefüllte Körperhohlräume wie Zysten reflektieren den Ultraschall nicht, und erscheinen auf den Bildern deshalb meist völlig schwarz. Knochen hingegen reflektieren den Schall vollständig, und erscheinen auf Ultraschallbildern weiß. Die in ihrer Dichte zwischen diesen Extremen liegenden Gewebe werden als unterschiedliche Graustufen dargestellt. Daher lässt sich mit Ultraschallgeräten nur weiches Gewebe wie innere Organe oder die weibliche Brust gut untersuchen, das Innere von Knochen oder luftgefüllte Räume wie die Lunge sind nicht sichtbar.
Risiko
Ultraschalluntersuchungen sind nach heutigem Wissen unschädlich.
