12.10.2005
Magnetresonanztomografie
Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein Verfahren, um von außen Veränderungen des Gewebes sichtbar zu machen, die auf Krebs hindeuten. Äußerlich ähnelt ein Magnetresonanztomograf einem Computertomografen. Die Geräte sind ebenfalls groß genug, um einen Menschen auf einer Liege in eine Öffnung hineinschieben zu können.
Funktionsweise
Die Technik, mit der die auch Kernspintomograf genannten Maschinen, detailreiche Bilder aus dem Inneren des Körpers liefern, unterscheidet sich trotz der äußerlichen Ähnlichkeiten grundsätzlich von der Computertomografie. Der wichtigste Unterschied: Eine MRT ist frei von Röntgenstrahlung. Die Geräte enthalten extrem starke Magnete, deren Felder im Inneren des Körpers vor allem Atomkerne des Wasserstoffs in Wassermoleküle wie Kompassnadeln gleichsam in eine Richtung ausrichten. Diese Atomkerne werden dann durch Radiowellen, die die MRT-Geräte aussenden, in Schwingungen versetzt: Je nach Wasseranteil in der Umgebung geraten die Atomkerne der Wassermoleküle in charakteristische Schwingungsmuster. Diese Schwingungen wiederum können die Geräte mit empfindlichen Antennen millimetergenau aufzeichnen. Eine Kernspin-Untersuchung ist also letztlich nichts anderes als ein aufwändiges Verfahren, um von außen den Wasseranteil in einer nur etwa grießkorngroßen Portion Gewebe zu messen und diesen Messwert als hellen oder dunklen grauen Bildpunkt sichtbar zu machen. Genügend viele dieser Punkte werden dann zu einem Querschnittsbild durch den Körper zusammengesetzt; und aus Hunderten solcher aufeinander folgenden Scheiben kann man dann ein dreidimensionales Abbild eines ganzen Organs oder eines ganzen Menschen rekonstruieren. Vor vielen Untersuchungen werden zusätzlich Kontrastmittel injiziert, die die Magnetschwingungsmuster verändern. Dadurch können bestimmte Strukturen besser sichtbar gemacht werden.
Risiko
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die starken Magnetfelder die Gesundheit beeinträchtigen. Ein Nachteil der Geräte ist allerdings, dass die Untersuchungen oft länger als eine Viertelstunde dauern, die man weitgehend regungslos in der engen Röhre verbringen muss. Außerdem geben die Geräte ein sehr lautes Klopfgeräusch von sich. Patienten mit Metallteilen im Körper, wie Herzschrittmacher oder künstliche Gelenke, dürfen entweder gar nicht oder nur mit besonderen Vorkehrungen in einem MRT-Gerät untersucht werden. Die Magnetfelder sind so stark, dass sie in Implantaten Strom fließen lassen oder sie stark erhitzen können. Manche Implantate drohen sich sogar während der Untersuchung zu verschieben. Bei den während einer MRT eingesetzten Kontrastmittel sind Komplikationen selten.
