12.10.2005
Computertomografie
Die Computertomografie (CT) verwendet Röntgenstrahlen, um auf Veränderungen des Gewebes, unter anderem solche, die auf Krebs hindeuten, sichtbar zu machen. Ein Computertomograf ist eine Röhre, in die sich der Patient auf einer Liege hineinlegt. Dabei sind die Quelle der Röntgenstrahlung und der digitale Strahlendetektor nicht fest montiert, sondern drehen sich hinter einer Verkleidung schnell um den Patienten.
Funktionsweise
Während der Rotation empfangen die Detektoren ein leichtes „Flackern“ des Röntgenstrahls. Aus den Helligkeitsschwankungen während einer Umdrehung errechnet ein Computer ein Querschnittsbild des Körpers, jedes einzelne quasi eine „Wurstscheibe“ des untersuchten Körperteils. Dieser Prozess kann vom Scheitel bis zur Sohle in Millimeterschritten wiederholt werden. Auf diese Weise entsteht ein Stapel aus benachbarten Querschnitten, aus denen sich auch dreidimensionale Modelle des Körperinneren errechnen und auf einem Monitor betrachten lassen. Eine Aufnahme der Lunge dauert zum Beispiel bei modernen Geräten, die bis zu 64 Schichtbilder gleichzeitig aufzeichnen, nur einige Minuten. Kontrastmittel, die in bestimmten Fällen vor der Untersuchung gegeben werden, können insbesondere Blutgefäße klarer vom umliegenden Gewebe abgrenzen.
„Spiral-CT“-Geräte zeichnen nicht Schicht für Schicht einen Querschnitt durch den Körper auf, sondern umkreisen ihn ähnlich einem Schraubengewinde. Sie fügen die gemessenen Daten direkt zu einem dreidimensionalen Modell zusammen. Daraus können dann nachträglich mit Computerhilfe einzelne Querschnittsbilder berechnet werden, auch der Blickwinkel kann frei gewählt werden.
Vor allem bei der Suche nach Lungenkrebs hoffen Experten auf die Computertomografie, weil die Bilder detail- und kontrastreicher sind als Röntgenaufnahmen.
Risiko
Die Strahlenbelastung einer CT ist um ein Vielfaches höher als bei einem Röntgenbild, sie hängt von der Dauer der Untersuchung und der gewünschten Auflösung ab. Deshalb darf die Methode in Deutschland und Österreich – ebenso wie Röntgen – nicht ohne weiteres zur Früherkennung eingesetzt werden. Eine weitere Nebenwirkung der Untersuchung ist, dass manche Patienten allergisch auf Kontrastmittel reagieren oder durch das Mittel eine Nierenstörung bekommen, die in seltenen Fällen lebensgefährlich sein kann.
