12.10.2005
Mögliche Nachteile
Früherkennungsuntersuchungen können verschiedene nachteilige Konsequenzen haben. Am leichtesten zu erkennen sind direkte Risiken, die unmittelbar mit der Anwendung eines Tests zusammenhängen, beispielsweise: Verletzungen und Infektionen, wenn Blutproben entnommen werden oder endoskopische Untersuchungen stattfinden, oder die Belastung durch Röntgenstrahlung. In der Regel sind diese Risiken aber klein im Vergleich zu den Nachteilen, die Befunde der Untersuchung mit sich bringen können. Diese lassen sich indirekt durch Früherkennungsuntersuchungen verursachten Schäden in drei Gruppen unterteilen. Die erste vereint in der Regel nicht allzu schwerwiegende Sorgen, die mit der Teilnahme an der Untersuchung verbunden sind, oder durch die zahlreichen Kampagnen ausgelöst werden, die Früherkennung propagieren. Die zweite Gruppe umfasst die psychologischen und gesundheitlichen Folgen, die viele Teilnehmer unnötig aushalten müssen, weil ein Test ein falsches Ergebnis ergeben hat. Die dritte Gruppe umfasst die schwerwiegenden Schäden, die dann entstehen, wenn tatsächlich Krebs gefunden wird. Dies gilt für die Fälle, bei denen die frühzeitige Diagnose die Heilungschancen nicht verbessern kann (siehe dazu auch die Grafiken im Abschnitt "Heilungschancen").
