12.10.2005
Erwartungen
Das ist bis heute das entscheidende Ziel der Krebsfrüherkennung geblieben: Sie wird zwar oft Vorsorge genannt, doch die Untersuchungen können die Entstehung von Krebs normalerweise nicht verhindern. Aber sie sollen wenigstens die Chancen steigern, dass man seine Krebserkrankung überlebt. In einigen Fällen sind dank Früherkennung auch im einen oder anderen Fall schonendere Therapien möglich.
Insgesamt gilt: Der Nutzen einer Früherkennungsmethode muss sich daran messen lassen, dass die Zahl der Todesfälle an der untersuchten Krebserkrankung sinkt. Für den Einzelnen bedeutet das, dass Früherkennung eine Chance bietet, das eigene Leben möglicherweise um Jahre zu verlängern.
Früherkennung oder Vorsorge?
Beide Begriffe werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft nicht genau unterschieden. Der Begriff der Vorsorge suggeriert, dass eine Untersuchung das Entstehen von Krebs vermeiden kann. Früherkennung hingegen hat nicht das Ziel, die Erkrankung an Krebs zu verhindern, sondern einen bestehenden Tumor so früh wie möglich zu entdecken.
Tatsächlich gibt es aber einzelne Früherkennungsuntersuchungen, die auch das Potenzial haben, der Entstehung von Krebs vorzubeugen. So werden bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs und Hautkrebs auch gezielt gutartige Vorstufen gesucht, die sich in seltenen Fällen zu einem bösartigen Tumor weiterentwickeln können. Wenn diese Vorstufen entfernt werden, kann auf diese Art manchmal Krebs verhindert werden.
