19.01.2009

Hautkrebs

Risikofaktoren

Bei Hautkrebs spielen erbliche Veranlagung, eigenes Verhalten und Umweltfaktoren zusammen. Die erbliche Veranlagung lässt sich vor allem am Hauttyp ablesen: Rothaarige mit sommersprossiger Haut, die kaum bräunen und schnell Sonnenbrand bekommen (Hauttyp I und II), sind anfälliger für Hautkrebs als dunkelhaarige Typen, die in der Sonne schnell braun werden. Ein Risiko ist der Hauttyp vor allem, wenn man in der Freizeit oder beruflich häufiger höheren Dosen von UV-Strahlen ausgesetzt ist. Sonnenlicht gilt als der wichtigste Auslöser von Basaliomen und Spinaliomen. Auch Infektionen mit bestimmten Warzenviren können die Bildung von Stachelzellkrebs begünstigen.

In den letzten Jahrzehnten beobachten Ärzte eine Zunahme der Erkrankungsfälle an malignen Melanomen (siehe auch unter „Häufigkeit“). Viele Experten machen vermehrtes Sonnenbaden für die Zunahme verantwortlich, allerdings ist der Zusammenhang zwischen Sonne und schwarzem Hautkrebs nicht so einfach wie etwa beim Basaliom. Eigenartigerweise entstehen Melanome oft auf Hautarealen, die nicht ständig dem Licht ausgesetzt sind. Forscher vermuten, dass es der Wechsel zwischen wenig Sonne und einer zu Sonnenbränden führenden Überdosis UV-Strahlen ist, der das Entstehen von Melanomen begünstigt. Einige Studien deuten darauf hin, dass vor allem Sonnenbrände vor der Pubertät das Risiko erhöhen, als Erwachsener an einem Melanom zu erkranken.

Eine gewisse Abschätzung des Melanom-Risikos erlauben Zahl und Aussehen der Pigmentmale, die man im Laufe seines Lebens erwirbt. Wer mehr als 50 Flecken größer als zwei Millimeter hat, hat ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, an einem Melanom zu erkranken im Vergleich zu Personen mit weniger als zehn Flecken. Das Risiko kann weiter erhöht sein, wenn erste Leberflecken bereits ein unregelmäßiges Wachstum zeigen.

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