19.01.2009
Häufigkeit
Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs spielen bei der Zählung der Krebserkrankungsfälle eine Sonderrolle. Die Tumore sind nämlich so häufig und gleichzeitig so selten lebensgefährlich, dass sie nicht systematisch registriert werden. In Deutschland werden nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts pro Jahr 70 000 Basaliome und 30 000 Spinaliome neu diagnostiziert. Damit liegt Hautkrebs mit Abstand auf Platz Eins der Krebsstatistik. Männer und Frauen sind bei der Diagnose eines Basalioms im Schnitt 60 Jahre alt. Spinaliome treten meist 10 bis 20 Jahre später auf, Männer sind zwei- bis fünfmal häufiger betroffen als Frauen.
Maligne Melanome sind deutlich seltener. Etwa jede 33. Krebsdiagnose lautet „Melanom“, der Tumor ist für etwa einen von 100 Todesfällen durch Krebs verantwortlich und für 90 von 100 der Todesfälle durch Hautkrebs. Frauen erkranken etwas häufiger und etwas früher als Männer, ihr Durchschnittsalter liegt bei 56 Jahren (Männer: 58 Jahre). Seit den 1970er-Jahren werden zwar immer mehr Neuerkrankungsfälle pro Jahr gezählt, allerdings hat sich die Zahl der tödlich verlaufenden Melanome kaum verändert. Eine Übersicht über die Zahlen gibt die Tabelle „Neuerkrankungen und Todesfälle durch Hautkrebs“.
