19.01.2009
Behandlung
Basalzell- und Stachzellkrebs
Basaliome und Spinaliome können meist durch kleinere Operationen unter örtlicher Betäubung entfernt und geheilt werden. Wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wird, kann es zu einem örtlichen Rückfall kommen. Wenn ein größerer Tumor aus dem Gesicht entfernt wird, sind manchmal aufwändige „Schönheits“-Operationen nötig, um entstellende Narben zu vermeiden. Tumore, die wegen ihrer Lage – zum Beispiel am Auge – chirurgisch schwierig zu behandeln sind, können auch durch Bestrahlung oder Kryotherapie (Kältetherapie) behandelt werden.
Melanom
Auch beim Melanom ist eine Operation die wichtigste Therapie. Um auch Ausläufer des Tumors zu entfernen, schneiden Dermatologen bis zu zwei Zentimeter gesundes Gewebe heraus. Bei Tumoren bis zu einem Millimeter Dicke ist die Operation die einzige Behandlung. Bei Tumoren von 1 bis 4 Millimeter Dicke werden je nach Eigenschaften auch ein oder mehrere benachbarte Lymphknoten entnommen und auf Krebszellen untersucht. Bei noch tiefer in die Haut eingewachsenen Melanomen werden eventuell bereits in der Nachbarschaft oder in anderen Organen wachsende Metastasen mit entfernt, oft werden auch benachbarte Lymphknoten entnommen. Patienten mit einem Melanom über 1,5 Millimeter Dicke werden häufig zusätzliche – so genannte adjuvante – Therapien angeboten, die das weitere Wachstum der Tumorzellen zumindest verlangsamen sollen. Dazu gehören Strahlentherapie, Immuntherapie (zum Beispiel mit Interferon-alpha) oder Varianten der Chemotherapie. Allerdings ist der Nutzen dieser Therapien nicht ausreichend belegt und sie sollten daher vorrangig in Studien erfolgen, in denen Vorteile und Nebenwirkungen systematisch beurteilt werden können. Mit den Therapien gegen Hautkrebs sind die üblichen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Die Risiken von Bestrahlung und Chemotherapie werden im Abschnitt „Therapien“ genauer erläutert.
