19.01.2009
Blasenkrebs
Die Blase ist das Sammelorgan für den Urin und die darin enthaltenen Abfallstoffe. Blasenkarzinome entwickeln sich fast immer aus der Schleimhaut (Urothel), die die Harnwege auskleidet. Diese überzieht die Innenwand des Nierenbeckens und der Harnleiter (sie verbinden die Nieren mit der Blase), der Blase sowie das Innere des Anfangsabschnitts der aus dem Körper herausführenden Harnröhre. Weil die Blase über mehrere Stunden Urin sammelt und am längsten den darin eventuell enthaltenen, krebserzeugenden Stoffen ausgesetzt ist, ist sie am häufigsten von Krebs betroffen. Blasentumore wachsen in acht von zehn Fällen als oberflächliche, warzenartige Wucherungen in das Innere der Blase oder der Harnkanäle hinein. Die übrigen Tumore sind zum Zeitpunkt der Diagnose bereits in tiefere Muskelschichten der Blasenwand eingewachsen.
